Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
525
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Zus 525

tzälter, nicht zu wenig, aber auch nicht so viel, daß es sichüber die Platte oder an den Wellen und Getrieben hinziehe.

Man wäre also nun mit dem Laufwerke fertig. Umdie Theile der Stellung aufzusetzen; so lege man erst dasStellrad an seinen gehörigen Ort, wie lckZ. 4., woeS unter der Stellscheibe I liegt, und wo man seineZähne bey k, sehen kann. Man lege nun die Stell«scheibel darüber, und schraube sie mit ihren Schrämben fest. Man nehme den RückerL und schiebe dessenZahne in die Zähne des Stellradcs. War nun die Uhrschon vorher regulirt; so legt man den Rücker auf dieStelle, wo er vorher stand, sonst aber setzt man ihn in dieMitte, das heißt, so, daß von ihm, von dem Punkte desEingriffs an, nach der einen Seite so viel Zahne Hinstehen,als nach der andern. Man lege nun den Flügel ? überden Rücker, und schraubt ihn bey e und k fest aufdie Platte.Man stecke den Stellzeiger n o aufden viereckigen Zapfen0 des Stellradcs, so, daß er nach «6 hinstehe.

Jetzt ist die Reihe an der Unruhe, mit welcherdie Spiralfeder mittelst der Rolle (s. 5.) verbunden

ist- Die Unruhe gehörig einzusetzen, macht gewöhnlichdem Anfänger viele Schwierigkeiten. Nicht genug, dieSpiralfeder in das Loch des Spiralfederklöbchens gestecktzu haben muß man auch wissen, wie weit sie durch das«selbe gezogen werden muß, damit immer gleiche und rich«tige Schlage erfolgen. Wird sie nur auf das Gerathewohldurchgezogen; so geht entweder die Uhr nicht fort, oder siebekömmt einen ganz lahmen hinkenden Schlag, weil dieBogen, die die Unruhe hin und her schwingt, alsdann nichtvon gleicher Größe sind. Es muß nämlich die Spiralfederso durchgezogen werden, daß der Anfchlagstift auf demRande der Unruhe (bey einer gut eingerichteten Uhr) genauin der Mitte zwischen den beyden Enden des Flügels derStellung stehe, und daß die Spindellappen genau so gegendas Steigrad gerichtet sind, daß der eine Lappen von demSteigradc eben so weit zurückgeworfen werde, als der an-dere, daß also auch ein Lappen so weit von dem Zapfen desSteigrades abstehe, als der andere.