Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
430
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Das Wesentlichste der Einrichtung eines solchenPyrometers ist folgendes: Mit einer Röhre tst ein Rä-derwerk verbunden, wovon ein Rad, welches am ge,schwindelten herumgeht, eine Welle tragt, woran einZeiger beseitigt wird, für den eine Art Zieferblatt mitverschiedenen Abtheilungen da ist. In Die Röhre wer-den die Stangen gesteckt, deren Grad der Ausdehnungmau erforschen will. Man nimmt daher eiserne, stäh-lerne, messingene u. d. gl. Stangen, von gleicher langeund Dicke. Sie werden, nachdem sie in die Röhre ge-legt sind, so mit dem Räderwerke verbunden, daß sie,wenn sie auf irgend eine Art verändert werden, demRäderwerke eine gewisse Bewegung mittheilen. Unterder Röhre sind kleine Lampen, mit baumwollenen Doch,ten, auf welche Spiritus Vini gegossen wird. Merktman sich nun den Stand des Zeigers auf den Abthei-lungen des Ziefcrblatts, gießt alsdann warmes Wasserin die Röhre, und zündet zugleich die Lampen unter derRöhre an; so wird die Röhre und also auch die darin !liegende Stange erhiht. Dadurch verlängert sich diese, ^dreht den Zeiger herum, und an dem Zeiger kann man ^denn sehen, um wie viele Abtheilungen oder Grade sich >die Stange verlängert hatte. Mit einer andern Stan- ^ge von anderm Metalle macht man es nun eben i», und !man kann sodann sehen, welche Stange am meisten von !einer und derselben Warme ausgedehnt war. !

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Aus diesen Versuchen findet man z. B. daß Mes- ising mehr als Eisen, dies wieder mehr als Stahl u. s. w.ausgedehnt wird. Wer sich mehr mit diesem Gegen-stände bekannt machen will, der lese nur des Herrn ^Lambert und des Herrn de Lüc Schriften hierüber.(S. Lamberts Pyrometrie. Berlin ^779. kllilo-topliicsl Dransact. kor 1778. p. 419.) Berthoud(Lsück etc. Dom. I. ,05 u f. daraus Geißlet'tehrbegr. d. Uhrmachers. Th. 2. S. 9Z u. f.) beschreibtei» Pyrometer, welches ganz vorzüglich ist, weil es sehrplötzliche Veränderungen der Warme und Kalte an,