u ll k
4-7
abglitschen laßt, oder 2) wenn die Feder am Ende nichthinlänglich gespannt ist, und verursacht, daß die Ketteabfallt, wenn sie bald aus Ende gekommen ist. Es istdies ein häßlicher Fehler, besonders im erstem Falle,wenn an der Trommel kein Vorsprung ist. Es bleibtalsdann kein ander Mitter übrig, als ein neues Feder-haus mit einem guten Vorsprunge zu machen. Ge-wöhnlich aber helfen die Uhrmacher diesen Fehler aufeine leichtere Art ab, ind.m sie nämlich durch den demFederhause am nächsten liegenden Pfeiler der Uhr einLoch nach der untern Seite des Federhaufes zu bohren,da wo die Kette abglitscht, und einen Stift in das ge-bohrte loch schlagen, welchen sie unter den Boden desFederhauses leiten, damit die Kette auf ihn herausstrei,fen könne, wodurch das Unterschlagen verhütte wird.Doch ist diese Methode zu mangelhaft und zu unsicher,als daß sie dürfte angerathen werden, wenigstens nichtbey einer guten Uhr, worauf der Besitzer viel hält.
Zuweilen kann man auch dadurch das Unterschla-gen verhüten, wenn man das Federhaus nach der Seitezu, wo die Kette unterschlägt, tiefer, das heißt, nähernach der Platte zu richtet, oder auch die Schnecke hö-her, wodurch der letzte Gang derselben weiter von demBoden des Fedcrhauses entfernt wird. Doch ist hier-bei) viele Vorsicht zu beobachten, indem weder das Fe-Verhaus, noch auch die Schnecke oder das Schnecken-rad irgendwo anstoßen darf, wodurch die Uhr in ihremrichtigen Gange gestört wird. Auch wird durch dashöher und tiefer Richten oft der Vorfall in Unordnunggebracht.
Ist die Kette blos dadurch untergeschlagen, daßdie Feder nicht hinlänglich gespannt war; so muß mandie Kette unter der Trommel wegnehmen, sie von neuenaufwinden, und die Feder stärker spannen als vorher.Zuweilen geschieht auch das Unterschlagen, wenn vonder Feder an ihrem äußern Ende etwas abgerissen ist,oder auch wenn sie zu kurz?war, daß man sie nicht hin,