Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
384
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sieht entweder aus Fischhaut, oder aus Chagrin,oder Schildpatt, oder auch aus einem Lacke Wiedas Umerziehen damit verrichtet wird, s. Uhrge-häuse.

Uhren, ^orlo^es. So nennt man alle dieMaschinen, welche zur Eintheikung und Bestimmungder Zeit in gewisse Theile oder Zeiträume gebrauchtwerden. Man kann sie daher auch unter den allgemei-nen Namen Zeitmesser bringen. Eswarganzna-türlich, daß der Mensch bey den ersten Schritten inder Kultur das Bedürfniß eines solchen Zeitmessers em-pfand, und also bald seine Erfindung in Thätigkeit setz-te, denselben zu erfinden. Man hatte sich vorher blosnach dem verschiedenen Stande der Sontte oder derSterne über dem Horizonte gerichtet, und darnach denTag eingetheilt. So nannte man Morgen den Zeit-punkt, wenn die Sonne sich über den östlichen Horizonterhob; Mittag, wenn sie über demselben ihren höch-sten Stand erreicht hatte, und Abend, wenn sie sichwieder unter den westlichen Horizont neigte. Den gan-zen Aufenthalt der Sonne über dem Horizonte nannteman Tag; ihr Verweilen unter demselben Nacht.Den Zwischeiiraum zwischen Morgen, Mittagund Abend theilte man blos mit dem Augenmaaßenoch in eine Anzahl Theile. Wie unvollkommen einsolches Zeitmaas war, wird gewiß ein Jeder einsehen,und auch in den damaligen Zeiten fühlte man diesschon. Deshalb bestrebte man sich eifrigst ein ander Mit-tel für die Zeitbestimmung herauszubringen. Die Son-nenuhren waren die ersten Zeitmesser, welche daraufals eine Folge jenes Bestrebens vom Anaximenes54^ Jahre vor Christi Geburt zum Vorschein gebrachtwurden, s. Sonnenuhr. Alsdann folgten dieWasseruhren, vom Ctesibius 240 Jahre vorChr. Geb. erfunden; (s. Wasseruhren) darauf dieSanduhren (s. diesen Artikel) und endlich die ei-gentlichen oder Räderuhren. Bey der GeschichteSiestr letztem wollen wir uns etwas verweilen.