Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
337
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tet, geschliffen und polirt seyn, und auf demselben ruhtder vordere Zapfen des Steigrades.

Man muß nun die Spindellappen kleiner machen,und die Zähne des Steigrades so nahe als möglich andie Spindel selbst rücken. Denn dadurch erhalt mangrößere Bogen des Hebens und geringere FrictioN. Esmuffen aber beyde Lappen so weggenommen werden,daß sie einerley Breite behalten, sonst würde das Hebenderselben ungleich seyn- Diese gleiche Breite zu erhal»ten kann man sich eines scharfen HaarzirlelS, oder dessogenannten Trieb Maaßes bedienen. Man mußsich, aber auch wieder hüten, daß man nicht zu viel vonden Lappen wegnehme, weil sonst der Fall der Hem-mung zu stark seyn würde. Diese einmal gemachtenFehler sind großtentheils unverbesserlich, und man istblos im Stande sie durch eine nette Spindel,ch ersetzen.Nachdem man Spindel und Steigrad eingesetzt hat;so berichtige man völlig den Eingriff des letztem in dieSpindellappen. Man drehe das Steigrad mit demFinger sanft herum, und sehe zu, ob die Lappen gehö-rig, einer nach dem andern, ausfallen Ist der Fallnoch nicht vollkommen gleich; so drehe man die Stell-schraube in dem Schieber des Steigradsklobens linksoder rechts um, wodurch das vordere Zapfenloch desSteigrades vor der Spindel hin und her geschoben undgenau in die Mitte gestellt werden kann, wo alsdennder Fall vollkommen gleich ist. Der Winkel der Lap,pen wird nunmehr weggenommen, daß die Zahne sichauf demselben nicht abschleifen können. Findet manauch, daß die Lappen noch zu dick für die Zapfen sind,daß sie sich beym Durchgehen durch die Zahne inner-halb denselben reiben; >o muß man, um eine vollkom-mene Hemmung zu erhalten, die Lappen von beydenSeiten schwächer machen, und sie nochmals gut polnren, bis die Zahne recht gut durchgehen. Den unternLappen setzt man nun bis an die untern Zahne desStcigrades zurück, damit vor dem Zapfen ein hinläng-

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