Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
329
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leider! mtr selten beym Baue einer Uhr beobachtet wird, gewährt der Uhr keinen geringen Dorth il Dennwenn die Uhr fällt oder einen Stoß bekommt; so istder Zapfen nicht leicht in Gefahr abzubrechen, welchessonst so häufig geschieht. Bey einem Falle legt sichnämlich die Welle unter dem Zapfen gleich gegen dieWände des Lochs, wodurch begreiflich das Abbrechenverhütet wird. Nur ein klein wenig kann er sich etwaverbiegen. Ist hingegen das Loch weit, so wird derZapfen bey ein.m Falle oder Stoße sogleich abbrechen;denn was hindert ihn daran t und durch dies A.'bre denwird gewöhnlich noch ein and rer nicht minder bedeu-tender Schaden erzeugt. Ist nämlich der Zapfen ab,gebrochen; so legt sich die Spindel gleich zur Seite unddie Zähne des Steigrades sind nicht mehr in, Standegehörg in die Lappen zu greifen. Die Räder werd- ninsgesammt durchlaufen, die Zähne des Steigrades anden Lappen herauSschleifcn und verbogen oder abge,stumpft werden. Um das Abbrechen des Zapfens nochmehr zu verhüten; so lasse man das in die Mitte vesKlobens befestigte Futter noch etwas innerhalb demKloben nach der Unruhe zu vorstehen, und oberhalbversenke man es. Alsdann wird bey einem Falle dieErschütterung mehr nach der Mitte der Spindel zu wür-ken, und der Zapfen noch weniger in Gefahr seyn zuzerbrechen.

Man verfertige nunmehr das Steigrad so großwie möglich, weil dadurch desselben Bewegung destoleichter wird Es wird jedoch der Größe, durch die Fer-se des Steigradsklobens und durch den Pichen derSpindel, Grenzen vorgeschrieben. Es muß nämlichdas Steigrad so groß seyn, daß, wenn sein Mittel«punkt in der Mitte, zwischen der innern Fläche perFerse und der untern Fläche des Pußens der Spindel,liegt, es weder an den Putzen noch an die Ferse stoße.Besonders muß zwischen ihm und der innern Fläche derFerse noch ein hinlänglicher Raum seyn; denn weil der