Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
324
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deren Bearbeitung wollen wir uns denn jetzt mit mög,lichster Kürze und Deutlichkeit beschäftigen.

Man verfertige zuerst die Unruhe oder dasSchwungra d. Man wählt dazu diejenige Materie^welche die größte specifische Schwere hat, damit manihr, nach ihrer bestimmten Größe, die möglichst geringeFläche geben könne, wodurch der Widerstand der Luftvermindert wird, (s. Unruhe). Nun ist bekanntlichGold das schwerste Metall und am ersten zur Unruheanwendbar; wegen seiner Kostbarkeit aber wird es vonwenigen Uhrmachern gebraucht, selbst zu recht gutenUhren nicht, und nur blos zu ganz besondern Uhren,z. B. die zu astronomischen Beobachtungen gebrauchtwerden, oder zu Seeuhren wird dies Metall ange-wandt. Das Metall, welches nächst dem Gold für dieUnruhe das beste ist, ist das Messing, welches manrecht hart hämmert. Eine daraus verfertigte Unruhevergoldet man gewöhnlich, um den Grünspan zu verhü-ten. Die stählernen Unruhen sind nicht blos veswegennicht anzurathen, weil dies Metall specifisch leichter alsdas Messing ist; sondern weil die ihm eigene magneti-sche Kraft Unordnung bewürben kann, und alsdannauch dem Roste leicht ausgesetzt ist. Man verfertigedaher eine messingene Unruhe nach der bestimmtenSchwere, Größe und Stärke. Zuerst muß die Schwe,re bestimmt werden, welche man nach der Stärke derbewegenden Kraft, nach der Anzahl Vibrationen, diedie Uhr machen soll, nach der Stärke der Zapfen u. s.w. berichtigt, s. Unruhe. Man kann die Schwereder Unruhe auch nach der Starke der bewegenden Krafteinrichten, indem man sie fest auf ihren Putzen steckt,aber, um sie wieder abnehmen zu können, noch nichtdarauf nietet. Die bewegende Kraft muß sie nun inBewegung setzen; geht dann die Bewegung leicht vonStatten, und bleibt sie innerhalb einer Stunde, ohneSpiralfeder, um zz bis Z4 Minuten zurück; so ist dieSchwere'der Unruhe ohngcfähr richtig. Ist sie zu