Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
278
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T a s

Auch die Hauptfedcr erleidet durch die Verfehle,denheit der Temperatur Veränderungen, deren Wir-kungen auf den Regulator aber nur unbedeutend sind,und daher als nichts angesehen werden können.

Berthoud besonders hat sieb, das Kapitel vor»der Veränderung die die Taschenuhren durch Wärmeund Kälte erleiden zu berichtigen, viele Mühe gegeben,und deshalb verschiedene sinnreiche Versuche angestellt,welche da hinaus liefen, eine gehörige Compensationfür die Veränderung der Wärme und Kälte zu erlan-gen, und die besten Mittel ausfindig zu machen, umFriction und Verlängerung oder Verkürzung der Spi«ralfeder mit einander compensirend zu erhalten, (klkaitue l', nrlnA. V. I. 1 »i l u f Geißlcr Lehrbegr. d.Uchrmacherk Th g. S. 24. u. f.) Und da fand erdenn das bestätigt, was ich hier schon über diesen Ge,genstand gesagt habe.

Aus den Resultaten seiner Versuche fand er ferner,daß, wem» eine Taschenuhr in der Wärme zu geschwindging, nickt immer rathsam sey, die bewegende Kraftzu schwächen, sondern, wenn die Zapfen der Unruheziemlich stark sind, lieber diese schwächer zu machen undeine andere schwerer^ Lluruhe zu verfertigen, und daßMan gleichfalls mehr od. r weniger große Bogen erhaltenkonnte, je nachdem man die Anreibung der Zapfen mehroder weniger verringerte Auch bemerkte dieser großeKünstler noch eine sonderbare Eigenschaft an den Ta-schenuhren. Er nahm nämlich wahr, daß, wenn diebewegende Kraft einer Taschenuhr nach Verhältniß derStärke der Unruhe sehr groß wäre, die Uhr in die ho-rizontale Lage gebracht zu geschwind, in die vertikaleoder Hangende hingegen zu langsam ging. Wurde aberdie bewegende Kraft so geschwächt, daß sie ihre gehörigeStärke erhalten harte, so ging die Uhr im Hängen wieim Liegen.

Gewöhnlich beschreibt die Unruhe einer ganz neuenTaschenuhr, worin das Oel noch frisch und fließend ist.