Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
276
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276 Tat

zu geschwind ginge, und, eine Wirkung die andere völ«lig aufhöbe. Dadurch würde also der Gang der Uhrauch in einer veränderlichen Temperatur immer gleich,förmig bleiben.

Um nun diese Gleichförmigkeit wirklich bey einerTaschenuhr zuwege zu bringen; so darf man nicht etwadie Starke der Zapfen verändern, welche man schonnach der bewegenden Kraft und nach dem Verhältniß«mäßigen Drucke, den sie auszustehen haben, eingerich«tet hatte; sondern man muß sie dadurch zu erhalten su- ,chen, daß man die Zapfen erst so schwach macht, alses die bewegende Kraft leidet, und alsdcnn die Hem«mung so einrichtet, daß die Unruhe kleine Bogen br«schreibe. Man sucht nämlich die Größe dieser Bogenso lange zu vermehren und zu vermindern, bis dieWürkung der Wärme und Kälte gehörig compensirtwird. Kleinere Bogen der Vibration erhält man un«tcr andern auch dadurch, daß man die Unruhe schwe«rer macht, wodurch zugleich der Veränderung durchWarme und Kälte vorgebeugt wird. Freylich mußman hierbei) auch wieder auf die bewegende Kraft Rück-sicht nehmen. Ist diese stark, und sind die Bogen derVibration klein; so wird der Widerstand des Oels nichtso auf den Gang der Uhr würken können, daß sie durch 'die erzeugte Friction um so viel langsamer gehen würde,als die durch die Elasticität der Spiralfeder hervorge«brachte Veränderung des geschwinder Gehens beträgt.Man muß daher der bewegenden Kraft eine größereFriction entgegensehen, welches geschieht, indem mandie Unruhe größere Bogen beschreiben läßt. Ist hinge-gen die bewegende Kraft geringe; so werden nun, ausleicht einzusehenden Ursachen, auch die Bogen kleinerseyn müssen, wenn man eine gehörige Compensation be,würken will.

Aus allen diesen sieht man also, wie vortheilhastdie von der Verdickung des OelS verursachten Verän-derungen bey einer Taschenuhr sind. Denn wenn man ^