schräg gestellt; so wird der Widerstand der Luft gerin-ger, und daher geht auch das Werk geschwinder; undje schräger die Flügel gestellt werden, desto geschwindergeht das Werk, am allergeschwindcsten, wenn sie hori-zontal gestellt werden, und die Luft blos die Dicke derFlüge! zum Widerstände hat. Dasi aber die Uhr nureinige Takte hindurch langsam spielt, und also baldlangsam, bald geschwind, dies bewarbt man durch densogenannten Zug oder Lautenzug. Es besteht die-ser aus einem elastischen Stücke Eisen, welches gegen dieWalze gekehrt ist. Wenn die Walze ihr Stück pianospielen soll; so greift ein Stück Messing, welches in demTakte, der piano spielen soll, auf der Walze eingeschla-gen ist, in diesen Zug, der auf einem Zapfen läuft.Wird dieser Zug nun von dem gedachten Stifte nieder-gedrückt ; so preßt er das Drathtuch gegen die Saitender Harfe, und die Walze spielt langsam. Soll wie-der forte gespielt werden; so ergreift ein zweyter Stiftauf der Walze den Arm des Zugs, drückt ihn nieder,und zieht hierdurch das Tuch weg.
Eine Walze spielt oft zwey oder mehrere Stücke,und alsdann muß mit ihr eine solche Vorrichtung ge-troffen werden, daß man sie verschieben kann, damit dieStifte des ersten Stücks vor den Hämmern wegkom-men, und die des andern ihre Stelle vertreten undstatt ihrer die Hämmer ergreifen. Eine solche Vorrich-tung nennen die Uhrmacher Verschiebung. DieStifte selbst müssen alle recht senkrecht auf der Walzestehen , damit sie die Hämmer jedesmal zur bestimmtenZeit berühren können. Soll die Uhr aber 6, 8 odermehrere Stücke spielen; so muß man mehrere Walzenvon verschiedentlich nach der Musik jedes Stücks gesetz-ten Stiften haben, und sie auf eine leichte Art da ein-setzen können, wo man die erstere Walze wegnahm.
Daß die Uhr zur bestimmten Zeit ausgelößt, und,nachdem sie das Stück gespielt, wieder gehemmt werde,dies geht so zu: Es wird mir dem Wechselwerke eine