' 204
Grundfläche der Walze, so daß er in allen Punkten denHammer berühren kann; so weiß man, daß auf diesenKreis die Stifte gesetzt werden müssen. Auf welchePunkte des Kreises nun aber die Stifte hingesetzt wer-den müssen, dies hangt von dem Takte desjenigen musi-kalischen Stücks ab, welches die Uhr spielen soll.
Soll z. B. dies Stück nach Sprengel (Hand-werke und Künste. VIll. Samml. S. 82) z6 Taktehaben: — mehr auf die Walze zu sehen ist nichtgut möglich — so theilt man den Umfang der Walzeander Grundfläche in z6 gleiche Theile, und für jedenTheilungspunkt zieht man auf der Walze der Lange nacheine gerade Linie. Alle z6 auf diese Art gezogene Linienmüssen parallel unter sich seyn, und sie durchschneidendenn auch alle parallel laufenden Kreise der Walze inrechten Winkeln. Nun muß man darauf sehen, wel-chen Takt das Stück hat; ist es z. B- Dreyviertelrakt;so theilt man jeden Abstand zweyer auf eben beschriebe-ne Art gefundener Linien wieder in drey gleiche Theile,und da, wo die Theilungspunkke in den Parailelkreistreffen, werden Stifte für die Viertelnoten einge-schlagen. Freylich werden viele Stifte weggelassen wer,den müssen, sowie es der Musikverstandige durch dievorgeschriebenen Noten verlangt; daher kann es kom-men, daß in einem Kreise erst nach zwey, drey, vierund mehrern Takten wieder ein Stift kömmt. Wennin dem Stücke Achtel, Sechzehntel, und Zweyund,dreyßigtel vorkommen; so muß der Zwischenraum zwi-schen den Parallelliuien anders eingetheilt werden, z. B.beym Sechzehnte! in g., beym Zweyunddreyßigtel in 8Theile u. s. w. welches die Toukünstler leicht einsehenwerden.
Durch die verschiedentliche Stellung der Flügeldes Windfangs erhalt man es, daß die Uhr geschwindoder langsam spielt. Stellt man sie senkrecht; so leidensie einen großem Widerstand der Luft, wodurch dasWerk genöthigt wird langsamer zu gehen. Werden sie