Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
147
Einzelbild herunterladen
 

-47

Schm

senerz, das zum Schleifen und Poliren des Stahls ge,braucht wird. Die beste Art desselben zum Poliren istim Bruche bläulich oder schwarzgrau , giebt Funken mitdem Stahl, und laßt sich schwer zerpulvern Durchdas Schlemmen erhalt der Schmirgel erst seine voll-kommene Feinheit. Rinmann « Vers. einer Gesch.des Eisens a. d. Schweb, von I. G Georgi . B-S. 17.) giebt eine Methode an, den besten und zumPolicen geschicktesten Schmirgel zu erhalten. Man zer-schlagt den Levantischen, welcher der beste ist, auf einerGußeisenplatte klein, siebt ihn durch einen Flor, undschlämmt ihn ab. Das Schlämmen, wodurchman dreyerley Sorten Schmirgel erhalt, verrichtetman auf folgende Art:

Man thut den gesiebten Schmirgel in ein glasirteöGefäß, übergießt ihn mit Wasser, und rührt ihn darinwohl durch einander. Das getrübte Wasser gießt mannach ein Paar Sekunden in ein anderes glasürtes Ge-fäß. Nach einer halben Minute gießt man das nochauf dem Wasser schwimmende wieder in ein anderesähnliches Behältniß, und' wieder nach z Minuten dasnoch übrige wieder in ein anderes Gefäß. Hiermit con-tinuirt man, bis das ganze Schmirgelpulver geschlämmtist. Man gießt nun, wenn sich alles zu Boden gesetzthat, das Wasser in allen Gefäßen ab, und das darinbefindliche Pulver trocknet man. Man bekömmt alsoSchmirgelpulver von verschiedener Feinheit, und kanneine dieser Arten bey den Stahltheilen anwenden, senachdem diese grob oder fein sind.

Schmergeln, Schmirgeln, oder Poli-ren aus dem Groben. So nennt man dasSchleifen der Stahltheile mit geschlämmten Schmir-gelpulver und Baumöle, mittelst eines Stückchen Hol-zes oder Kupfers, s. Poliren.

Schmirgel, (..Schmerzes.

Schmirgeln, s. Schmsrgrln.

K 2