Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
141
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ben, das Stückchen am Ende der dritten Auslösung be-wegt sich zugleich mit niederwärts, das Pendel wirdfrey, vibrirt, und die Uhr schlägt.

Es wird sich Jeder nun gewiß einen einigermaßenanschaulichen Begriff von diesem sinnreichen Schlag«werke machen können; kleinere noch dazu gehörige Thei-le, z. B. Federn, welche zum Druck gegen die Auf-lösungen bestimmt sind, wird man sich leicht hinzuden-ken können, weil es ohne Zeichnungen nicht möglichist, alles weiter aus einander zu sehen. Nun nochetwas über die Zeit des Ganges dieses Schlagwerks.

Da das zweyte Rad 64 Umgänge während einemdes ersten macht (man vergleiche die Anzahl Zähne die-ser Räder mit dem Artikel Berechnung) und dasSteigrad in 12 Stunden einmal herumkömmt; so machtdas zweyte Rad in g2 Tagen einen Umgang. Wenn. daher die Schnur sich zwölfmal um die Walze wickelt,die mit dem ersten Rade verbunden ist; so geht dasSchlagwerk i Jahr und 19 Tage in einem Aufzuge.Es kömmt daher nur auf ein Vortheilhaftes Aufhängendes Gewichts an, um demselben einen so geringen Fallzu verschaffen, als möglich ist.

Man hat nun bekanntlich auch viele Uhren, wel,che alle vier Viertel schlagen. Diese kann man nunauch leicht zusammensetzen. Entweder mach, das Vier-telwerk ein eigenes Werk aus, so daß die Laufräder des«selben ihren besondern Raum zwischen den Platten ha-ben, und denn eine besondere Schloßscheibe mit vierEinschnitten die Viertel regulirt; oder auch die Viertel,stunden und Stunden haben nur ein Laufwerk. DieBeschaffenheit eines solchen Schlagwerks wird man sichleicht denken können, wenn man das vorhergehende ge-hörig gefaßt hat.

Eine Taschenuhr mit dem Schlagwerke, welchedie Stunden und Viertelstunden schlägt, und sie auchzugleich repetirt, wird man im Artikel Repetiruhr