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2 (1810)
Entstehung
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Nähe. In Aegypten erhalt man ihn aus dem Rußedes verbrannten Mists der Kühe und Kameele, welcherdort gewöhnlich zur Feurung gebraucht wird. Es wardiese Verfertigungsart lange ein Geheimniß, weicheserst Hasselguist (Schweb. Abhandl. B. Xlll. S.266- und nachher Niebuhr (Reise nach Arabien Th.I. S. >52) aufdeckte. In Holland wird er aus demTorfrnße gezogen. (S. Gehlers phys. WörterbuchArt. Salmiak.) Nachher hat man ihn auch in amdem Ländern und sogar in Vraunschweig ben den Ge-brüdern Gravenhorst fabrikmäßig aus faulem Men-schenharn verfertigt. (S Göttlings VerbesserteMethode den Salmiak zu bereiten Weimar >782;Alberti, Anleitung zur Salmiakfabrik, in Webersphysikal. chemisch. Magaz. Th. I. S 141; Crellsneueste Entdeckungen in der Chemie. Th. VU. S. 19;Macquers chymifches Wörterbuch mit Anmerk. vonLeonhardi Art. Ammoniakalsalze u. s. w.)

Der Salmiak ist federn Metallarbeiter und alsoauch den Uhrmachern unentbehrlich, wenn sie z. B. Ei-sen- oder Stahltheile mit Zinn löthen wollen. Durchden Salmiak werden die Eifentheile gereinigt, und derbessere Fluß des Zinns befördert, s. Löthen.

Sanduhren, ^loroIoAss u 5 adle. Die-ser'Uhren bediente man sich zu Zeitmessern ehe die Rä-deruhren erfunden wurden- Es ist demnach die Erfin-dung der Sanduhren sehr alt, und mit den Wasseruh-ren fast von gleichem Alter. Eine Quantität Sand,in einem Gefäße befindlich, lauft nach und nach durchein kleines Loch in ein anderes Behältniß, sammelt sichdaselbst, und zeigt durch den verschiedenen Stand welcheZeit es ist. Ozanam, der berühmte Mathematiker,ertheilt (Uecreaticms lVlstlwmstiguos) Vorschriften zurVerfertigung der Sanduhren. Franziskus Ter-tius de Lana (?ro6romus ^laAilkvr. naturss Eturtis ps^. 22z) beschreibt eine Sanduhr, welche meh-rere Tage lauft, so wie auch .daselbst Lap. eine,