46 R e p
Diese und noch mehrere Fehler, die alle anzuzeigen zuweitläuftig wäre, bringen den ungleichen Gang derPendeluhr zuwege. Man kann hier überhaupt auchvieles, was bey den Taschenuhren gesagt ist, an-wenden.
Repetiru!) r, Repetitionsuhr, Wied er-holn ngsuhr, ?enlivl6 st montro a rspe-tilitt ». So nennt man diejenigen Uhren, mit denenein Werk Verblinden ist, mittelst welchem man ohne aufdas Zicferblatt zu sehen zu jeder beliebigen Stunde ge,wahr werden kann, welche Zeit es sey, indem bey Ta-schenuhren nur ein Druck an der Stange des Bügels,oder ein Ziehen an einer Uhr bey Pendeluhren, macht,daß ein Hammer die Stunden, Viertelstunden, Halbe-vienelstunden, ja selbst die fünf Minuten, die über eineViertelstunde verstrichen sind, und die der Zeiger wei-set, au eine Glocke schlagt. Wie nützlich diese Erfin-dung besonders des Nachts sey, wird gewiß ein Jedereinsehen, und der menschliche Verstand ist wahrlich zubewundern, der im Stande war eine solche Erfindungins Werk zu richten.
Barlow, ein Engländer, war im Jahr 1676der Erfinder der Repctiruhren (s meinen Vers. einerGesch. d. Entstehung u. Fortschr. der theor. prakt. Uhr-macher?. 1797). Ein anderer Uhrmacher, Quare,zu London, verbesserte sie bald nachher, ungleich mehraber noch der geschickte Franzose Le Roy.
Folgendes giebt erst einen allgemeinen Begriff überdie Beschaffenheit der Rcpetiruhren: Ein schneckenför-miger Theil, Staffel genannt, der um seinen Mit-telpunkt beweglich ist, hat zwölf Stufen, wovon eineimmer tiefer als die andere ist, und welche alle inner-halb 12 Stunden einmal herumkommen. Auf dieseStufen wird ein Arm gedrückt, welcher nach jederStunde von einer Stufe zur andern fällt, bis er aufdie niedrigste kommt. Das Herumdrehen dieser Staf-fel verrichtet ein am Minutenrohre befindlicher Stift,