Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
43
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Man kann diese Fehler alle leicht verbessern, wennman entweder die Räder schwacher und leichter, dieZapfen dünner und die Zapfenlöcher weiter oder engermacht, damit sie den gehörigen Spielraum bekommen,oder auch wenn man die Hemmung wieder gleichförmigmacht, dem Haken eine neue Politur giebt, oder wenner zu sehr ausgeschliffcn ist, einen neuen verfertigt; so,dann alle Theile der Uhr reinigt und ihnen frisches Oelgiebt. Oft klemmt sich auch das Pendel zwischen derGabel, oder letztere verbiegt sich, wenn sie zu schwachist; auch für diese Fehler wird man leicht Mittelwissen.

Wenn nicht blos das Heben der HemmungSchuld an dem Fehler hatte, sondern die Linse in Rück«sieht der bewegenden Kraft zu schwer war; so muß vonihr etwas abgenommen werden. Doch darf dies janicht bey Sekundenuhren, die einmal gehörig eingerich,tet waren, geschehen, weil da die Schwere der Linse mitder Lange des Pendels im Verhältniß steht. Sind allediese Fehler gehoben, und die Uhr geht doch noch nichtfort; so kann man die bewegende Kraft verstärken, undsehen ob die Uhr dann einen guten Gang erhalte. Dochdarf man die bewegende Kraft nicht so sehr vermehren,daß dadurch eine Veränderung bey der Stärke derTheile geschieht, welche genau nach der bewegendenKraft abgemessen seyn müssen. Denn wird diese zustark; so wird dadurch gar bald der Ruin der ganzenMaschine befördert werden.

Ursachen, die den veränderlichen Gang derPendeluhren bewürben.

Die Ursachen, welche die Uhr in ihrem Gangeveränderlich machen, sind theils physisch, das heißt:Ursachen, welche unausgesetzt von Natur auf die Theileder Uhr würken; theils rühren sie von der schlechtenBearbeitung der Uhr selbst her. Die physischen Ur--