Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
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steht, daß es den neu angefeilten Zapfen, nachdem inden Putzen ein Loch dem andern Zapfenlochs gegenübergebohrt ist, aufnehmen könne. Doch dies ist Flickereyund darf nie bey guten Uhren angewandt werden.Noch andere Uhrmacher nieten oder lochen, welchesnoch schlimmer ist, einen Zahn'in die Stelle des Rades,wo einer abgebrochen ist. Ein Jeder muß sich abervor dergleichen Pfuschereycn hüten. Freylich wird einguter Uhrmacher oft zu solchen Mitteln gezwungen,wenn der Besitzer nicht viel an seine Uhr wenden will;-allein zum Grundsätze muß es sich kein Künstler ma-chen, wenn ein Zahn am Rade abgebrochen ist, wiedereinen andern hineinzuflicken. Denn wird er fest genie,tet, so treibt sich auf der Stelle, wo dies geschieht,das Rad leicht aus einander, dadurch wird die Gestaltder nahe liegenden Zahne und überhaupt der Eingriffverändert. Das Lothen ist nun noch schlimmer; denndadurch verliert das Rad gar seine Harte, so daß auchzugleich seln baldiger Untergang unvermeidlich wird.

Wenn die Spiralfeder zerbrochen ist; so seht maneine andere hinein, welche die nämliche Starke, wie dievorige, hat, (s. Spiralfeder) Dies kann mansehen, wenn mit ihr die Uhr akkurat geht.

Dies waren denn die vorzüglichsten Fehler, wel,chen die Taschenuhr ausgesetzt werden könnte, und diebesten Mittel sie zu verbessern. Nun giebt es noch vieleandere, welche der Uhrmacher aus der Erfahrung ken-nen lernen muß, weil es zu weitlauftig wäre, sie alleanzumerken. Wenn nur einer sich erst die hier mitge-theilten Kenntnisse erworben hat, und eine Uhr gehörig zubauen versteht (s. Taschenuhr); so wird er auch leichtjeden Fehler auffinden können, und ihn zu heilen wissen.

ii. Pendeluhr.

Ursachen des Stillstehens der Uhr.

Eine Pendeluhr kann besonders leicht in Still-stand gebracht werden, i)wenn die bewegende Kraft