Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
31
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Erste Classe.

Ursachen warum die Uhr stehen bleibt undMittel sie wegzuschaffen.

Hat man eine Taschenuhr, welche stehen gebliebenist; so untersuche man erst die Theile derselben, welcheeinem zuerst inS Gesicht fallen; und so gehe man nachund nach ins Innere des Werks, bis man endlich denFehler findet. Das Zifferblatt ist bekanntlich das erste,was man vor Augen hat. Man betrachte die Zeiger,ob nicht der Minutenzeiger auf dem Stundenzeiger auf-sitze. Man entferne sie dann weiter von einander, in-dem man den Stundenzeiger dem Zieferblatte naherrichtet, oder den Minutenzeiger weiter zurück nach demGlase zu bringt. Doch muß hier wieder vorausgesetztwerden, daß weder der Stundenzeiger sich auf dem Zie-ferblatte reibe, noch auch der Minutenzeiger unter daöGlas stoße, wodurch die Uhr gleichfalls in ihrem Gangeaufgehalten oder gestört werden kann. Entdeckt mankeinen von diesen drey Fehlern, und stößt auch der Mi-nutenzeiger nicht an die an manchen Uhren über demZieferblatte hervorragende Spitze der Schließfeder; soöffne man die Uhr und sehe in ihre Eingeweide. Gehtsie beym Oeffnen des Gehäuses gleich wieder fort, undzwar in alle» jagen; so muß irgend ein Theil in dasGehäuse stoßen, dies kann das Kronrad, der Unruh-kloben und die Kette, der Rand der Klobenplatte oderdie vorstehende Stellschraube am Hintern Steigradsklob-chen seyn. Man drücke, um dies zu untersuchen, dieUhr wieder in ihr Gehäuse; steht denn die Uhr gleichstille; so wird man ohnstreitig an der polirten innernFläche des Gehäuses ein Merkmal sehen, entweder einerStelle des Klobens, oder des Randes der Klobenplatte,oder der Stellschraube, oder auch des Kronrades gegen-über. Auf der Stelle muß man das Gehäuse mit einemPolirstahl tiefer Hineinstreichen, oder auch wohl, wennder Fehler am Kloben lag, diesen niedriger richten, derBewegung der Unruhe unbeschadet. Währt es aber