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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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463
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Wanderungen Jesu nach seiner Auferstehung. 463

selbst trug, da die Soldaten während des Schlafs nichtwissen konnten, was in ihrer Nähe vorging.

Leicht hätte Jesus dieses Gerücht vernichten können,wenn er nach seiner Auferstehung wieder öffentlich aufgetretenwäre; allein das wollte er nicht, weil er bei seiner weisenEinsicht wohl erkannte, daß dadurch der guten Sache keinVortheil ersprießen konnte, ja daß sein öffentliches Auftretenleicht manchen Nachtheil hätte schaffen können. Denn durchseine öffentliche Erscheinung konnte leicht ein Aufruhr unterdem Volke und ein Bürgerkrieg entstehn, und wenn auchdieses nicht geschehn wäre, so würden seine Feinde doch nichtgeruht, sondern ihn als einen Betrüger verschrieen haben,der sich fälschlich für den gekreuzigten Jesus ausgebe; undalsdann würde Jesus neuen Mißhandlungen ausgesetzt gewesenseyn; oder hätte wohl gar zum zweitenmale den Tod erleidenmüssen. Daher zog er es vor, im Stillen die Ausbildungseiner Jünger zu würdigen Werkzeugen für die feste Begrün-dung und weitere Verbreitung des Gottcsreichs zu vollenden;und eben diese Ausbildung seiner Jünger und die nachherigefeste Begründung des Christenthums sind die sichersten Zeug-nisse für Jesu wirkliche Rückkehr in das Leben.

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Jesus, der Auferstandene, begibt sich nach Emmaus.

(Mark. 15, 12 u. 13. Luk. 21, 13 35.)

An demselben Lage, an w /em Jesus auferstandenund seinen Freundinnen erschienen gingen des Nachmit-tags zwei von den Jüngern des göttlichen Lehrers, wahr-scheinlich aus der Zahl der Siebenzig, die er spater als dieZwölfe erwählt hatte, nach dem Flecken Emmaus, derohngesähr Z Stunden nordwestlich von Jerusalem lag. Aufdem Wege unterhielten sich die beiden Wanderer von denSchicksalen ihres edlen Lehrers, vorzüglich von den Gerüchten,welche von Jesu Entfernung aus dem Grabe sich unter denJüngern verbreitet hatten. Während sie dieses besprachenkam ein anderer Wanderer ihnen nach und folgte ihnen schwei-gend, indem er aus ihr Gespräch achtete. Dieser Wanderer