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Siebentes Buch.
Wanderungen Jesu nach seiner Auferstehung.
n
Jesus, der Auferstandene, erscheint seinen Freundinnen.
tMattl,. 28, 1-IZ. Mark. 1S, 1-11. Luk. 21, 1 —12. Joh. 20, 1-18.)
Kaum war der Sabbath vorüber und der Morgen desdarauf folgenden Tages, des Sonntags, der eben so wiejeder der andern Tage während des Pafsahfestes Sabbathgenannt wurde, im Anbrechen, so machten sich auck schonJesu Freundinnen, die mit treuer Ergebenheit ihm zugethanwaren, nämlich Maria Magdalena, Maria Jakobi, Salomeund Johanna auf den Weg nach dem Grabe, wo der Leich-nam ihres edlen Freundes ruhte, theils um dort, nach Ge-wohnheit der Juden, zu weinen und den geliebten Todtenzu betrauern, theils um die Einbalsamirung desselben zu voll-enden, weshalb sie sich auch mit den erforderlichen Specereienversehn hatten. Da das Grab mit einem Steine verschlossenwar, so gaben sie schon im Voraus der Besorgniß Raum,wie sie wohl den Stein entfernen und in das Grab gelangenmöchten. Weil aber die Liebe zu dem Entschlafenen jeneBesorgniß überwand, so eilten sie ihrem Ziele nichts destoweniger zu. Während sie dem Grabe sich nahcten, vernah-men sie ein starkes Geräusch, das durch eine Erdcrschütterungcntstehn mochte; denn wenn ein Erdbeben statt gefunden hat,so folgen gewöhnlich oft mehrere Tage hinter einander nocheinzelne Erdstöße nach.
Dieselbe Erderschütterung hatte auch die Wächter amGrabe erschreckt; noch mehr aber waren diese durch eineblitzähnliche Lichterscheinung in Schrecken versetzt worden.Diese brachte sie so außer Fassung, daß sie zu Boden stürz-ten und daß sie, nachdem sie sich wieder aufgerafft hatten,davon liefen.
Wahrscheinlich waren Jesu Freundinnen nicht zu gleicherZeit und nicht in Gesellschaft zusammen, auch wohl nicht