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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
Entstehung
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Viertes Buch.

Reisen Jesu in der zweiten Periode seines Lehramtes,von dem ersten bis zum zweiten Osterfeste.

xv.

Jesus begibt sich von Jerusalem an den Jordan.

kIoh. 3. 22 24.)

Nach dem Passahfeste verließ Jesus Jerusalem; denn inder Hauptstadt konnte er wohl wegen des daselbst herrschenden-Priestergeistes und des großen Einflusses, den die Pharisäerund Schriftgelehrten dort hatten, nur wenig für seine Wirk-samkeit hoffen; auch hatte er deren Haß und Feindschaft zufürchten; aber er begab sich auch nicht sogleich nach Galiläazurück, sondern blieb in Judäa und wendete sich in die Ge-gend am Jordan, wo er auf zahlreiche Zuhörer rechnen konnte,weil dort eine Hauptstraße war und Johannes der Täuferebenfalls daselbst noch lehrte und taufte. In der Gegend, dieer nun durchwanderte, befanden sich folgende Oerter, die eineErwähnung verdienen.

Wenn man von Jerusalem morgenwärts sich wendet, sokommt man nicht weit von der Stadt zu dem Brunnen Re-gel, d. i. dem Wäscher- oder Walkerbrunnen (Jos. 15, 7.u. 18, 16.), der in der jüdischen Geschichte mehreremale ge-nannt wird. In seiner Nahe befand sich ein Felsen, auf wel-chem Adonia, als er nach seines Vaters David Tode um dieKönigskrone sich bemühte, ein Gastgelag gab (1. König.-I, 9.).Der Bach, den diese Quelle bildet, ergießt sich nicht weit un-terhalb Jerusalems in den Bach Kidron. Manche verwechselndiesen Brunnen mit der Quelle Siloah, die aber weiter süd-lich liegt. Wahrscheinlich ist er aber ein und derselbe mitdem sogenannten Marienbrunnen, dessen einige Reisendeerwähnen.

Hinter Bethanien, an der Straße nach Jericho kommtwair in einem tiefen Thale, nahe bei einer engen Schlucht, zu

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