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Fünftes Buch.
welcher aber keine Spuren mehr vorhanden sind. Die Tür-ken sollen jedoch eine kleine Moschee in jener Gegend besitzen.
Nachdem Jesus die Brücke, welche über den Bach Ki-dron führte, überschritten hatte, hielt er, wie man glaubt,durch das goldne Thor seinen Einzug in Jerusalem. Da erin großer Begleitung und unter dem lauten Jubeln.se derMenge einzog, so gerieth dadurch die ganze Stadt in Bewe-gung. Viele, die ihn noch nicht kannten, fragten: „Werist der?" Darauf erwiederte man ihnen: „Es ist Jesus,der Prophet aus Nazareth in Galiläa."
Der feierliche Zug begab sich nach dem Tempelgebäude,und hier sah sich Jesus abermals (Vergl. Seite 150.) ver-anlaßt, den Vorhof des Tempels von den Viehhändlern undWechslern zu säubern, welche die Heiligkeit des Ortes nichtachteten und durch ihr Treiben die Andacht der Betendenstörten. Bald darauf wurde auch sein Mitleid und seineHülfe in Anspruch genommen; denn man brachte Blinde undLahme zu ihm, denen er die erbetene Heilung gewährte. DerJubclruf der Menge, die mit Jesu herbeigekommen wer,reizte Kinder, die in dem Tcmpelgebäude sich befanden, zurNachahmung; denn sie begannen jetzt ebenfalls zu rufen:„Hosianna, dem Sohne Davids!" Als dieses die Ober- ^Priester und Schriftgelehrten vernahmen, welche über denganzen Vorgang und über die wundervollen Heilungen Zesnunwillig geworden waren, sprachen sie spöttisch zu dem gött-lichen Lehrer und Wohlthäter der Menschen: „Hörst du denn !
was diese Kinder sagen und gefällt dir das?" Darauf er- Iwiederte Jesus: „O ja; denn wisset ihr nicht, daß geschrie- !bcn steht (Psalm 8, 3.): „Aus dem Munde der Unmündigen ,und Säuglinge hast du dir Lob zubereitet?" ,
Unter den zur Feier des Passahfcstcs herbcigekommenen <Fremden befanden sich auch mehrere Proselytcn des Thores, >
die Jesum gern näher kennen zu lernen wünschten. Daher ,
wendeten sie sich an den Jünger Philippns, um durch diesen, ,Zutritt zu Jesu zu bekommen. Philippus, welcher wußte, idaß Jesus nicht gern blose Neugierde befriedigte, besprach die §Sache erst mit Andreas; und da beide vielleicht erkannte», > fdaß die Fremden wirklich Belehrung suchten, so trugen ße