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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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den Wunsch derselben ihrem Meister vor. Jesus war demVerlangen der Proselyten nicht entgegen, äußerte aber, daßsie nicht lange seiner Nahe genießen würden, da die Zeit her-bei gekommen sey, wo er heim zu seinem Vater gehn werde.Hierauf spricht er in dem schönen Gleichnisse von dem Wei-zenkorne aus, daß sein Tod zu seiner Verherrlichung gereichenund die heilsamste Wirkung hervorbringen werde. Alsdannsagte er, daß Diejenigen, die in seinem Dienste wirken wollten,ebenfalls bereit seyn müßten, das Leben zum Opfer der gutenSache darzubringen; daß sie aber alsdann auch von Gottgeehrt und mit ihm selbst gleicher Seligkeit theilhaftig wür-den. Wohl sey ihm sein bevorstehendes Leiden nicht gleich-I gültig, und er möchte wohl von demselben befreit bleiben;! allein er sey ja dazu erschienen, um Alles zu erdulden. Hier-bei rief er zu Gott:Vater, gib nur, daß mein Opfer zu

I deiner Verherrlichung gereicht!" Als Jesus dieß gesagt hatte,i donnerte es, und die Umstehenden meinten, ein Engel habe^ jetzt mit ihm gesprochen.Nicht zu mir, sprach Jesus wei-j ter, hat diese Stimme geredet, sondern sie erschallte um euretl willen, damit ihr mir mehr Vertrauen schenken sollt. Eswird jetzt eine große Umwandelung in der Menschheit begin-nen und das Böse wird bedeutenden Abbruch erleiden. Wannich heimgegangen seyn werde, wird eine innigere Verbindungder Menschen mit mir hervorgehn."

Hier machten Einige den Einwarf, wie er sagen könne,

daß des Menschen Sohn hiniveggenommen werden müsse, dadoch die heilige Schrift versichre, der Messias werde ewigbleiben? und fragten, wen er unter dem Menschen Sohne»erstehe? Darauf sprach Jesus in bildlicher Rede:Ich,

euer Lehrer, werde nicht lange mehr bei euch weilen; benutztj also noch meinen Unterricht, wenn ihr nicht in Unwissenheit'»nd Irrthum verbleiben und dadurch euch Schaden zufügenwollt. Schenket mir euer Vertrauen, damit ihr kenntnißrei-cher und weiser werdet."

So liebreich und eindringlich aber Jesus auch sprach,^so blieben doch die Meisten gegen ihn eingenommen, oderfolgten nicht seinen Mahnungen. Manche hingegen, unterjdencn auch angesehne und vornehme Juden sich befanden,

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