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Fünftes Buch.
Galiläa gekommen war, wo mehrere der Jünger einiges Be°sitzthum hatten. Bei der Erschöpfung der Kasse aber konnteJudas weniger seine Selbstsucht befriedigen, und so wünschterr, jene wieder gefüllt zu sehn, was durch den Erlös für dieköstliche Nardensalbe reichlich hätte geschehn können.
Als Jesus die Unzufriedenheit seiner Jünger mit derHandlung der Maria merkte, tadelte er jene und lobte dage-gen die That seiner Freundin, deren edle Absicht dabei erwohl kannte. „Sie hat ein gutes Werk an mir vollbracht,"sagte Jesus zu seinen Jüngern und zur Beruhigung der Mann,die sich durch die unfreundliche Aeußerung des Judas gekränktfühlen mußte. „Sie hat jetzt im Woraus das an mir gethan,was sie bei meinem Begräbnisse hätte thun können. Armesind stets vorhanden, denen Wohlthaten erwiesen werden kön-nen; aber ich bin nicht stets bei euch. Uebrigens sage icheuch, daß wo man meiner gedenken wird, man zugleich auchstets von dem sprechen wird, was Maria jetzt an mir ge-than hat."
Nachdem Jesu Anwesenheit zu Bcthanien in der Um-gegend bekannt geworden war, so kamen viele Juden dahin,nicht allein um Jesum, sondern auch um den vom Tode er-weckten Lazarus zu sehn. Da dieses aber die Priester mid tdie Mitglieder des Hohcnrathes überhaupt erfuhren, so hieltensie es für gut, auch den Lazarus, zu tödten, damit sein Lebennicht ferner Zeugniß von Jesu außerordentlicher Wirksamkeitablegen sollte, weil eben dadurch Viele bewogen wurden, demgöttlichen Lehrer ihr Vertrauen zuzuwenden.
XXXXIX.
Jesu feierlicher Einzug in Jerusalem. t
<MattI,. 21.1-Iü. Mark. II, 1-11. Luk. 1S, W-4S. Jov. 12. 12-S0.>
An dem folgenden Tage, welches nach der gewöhnlichenAnnahme der Sonntag vor dem Passahfeste war, verließ Je-sus in Begleitung der Juden, die nach Bethanien gekommenwaren, um ihn und den Lazarus zu sehn, diesen Flecken, umseine Reise nach Jerusalem fortzusetzen. Er nahm seinen Wegüber Bethphage, einen andern Flecken, der am südlichen