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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen Jesu der dritten Periode rc.

Man bemerkt noch einige Ueberreste davon, vorzüglich vonder Kirche, aus welcher sonst die Stufen hinab in das Grabführten. Die Türken hatten aus ihr eine Moschee gemachtund da in diese den Christen der Eintritt verwehrt wurde,so hatten sie sich einen Gang durch den Berg in das Grabgebrochen.

Ohngefähr eine halbe Viertelstunde nordwärts von derGrabeshöhle zeigt man auf freiem Felde einen eirunden Stein,auf welchem Jesus gesessen und ausgeruht haben soll, alsUartha ihm entgegen kam und ihm die Nachricht von dem«folgten Tode ihres Bruders brachte, und bei welchem ihnauch die Maria traf.

Die Nachricht von der Auferweckung des Lazarus durchJesus versetzte die Feinde des göttlichen Lehrers in die größteBestürzung. Sogleich versammelte sich der Hoherath undman berathschlagte, was man zu thun habe, da Jesus soausgezeichnete Thaten verrichte. Alle von Neid und Haßgegen Jesum erfüllt, meinten, man dürfe denselben nicht fer-ner so wie bisher frei und ungehindert handeln lassen, denns i sonst würde ein Aufruhr entsteh« unter dem Volke und als-i! dann würden die Römer dem Lande noch größern Schadendringen, als es bisher der Fall gewesen sey. Als nun die; Mitglieder des Hohenrathes nicht sogleich über die anzuwen-? denden Mittel einig werden konnte», nahm der Hohepriestersi Kaiphas das Wort und sagte:Ihr trefft nicht das Rechte.

- Hier muß der Grundsatz geltend gemacht werden, es ist für§ uns besser, daß ein Mensch zum Wohle des Volkes geopfertH werde, als daß das ganze Volk ins Verderben gerathe."ß Dieser Rath wurde auch für gut befunden, und seitdem suchtema» Jesum fest zu nehmen und ihn dem Tode zu überliefern.

XXXXVI.

i Jesus begibt sich von Bcthanien nach Ephrem.

iLoii. ir. si-n

Als Jesus diesen Beschluß des Hohenrathes erfuhr, seineStunde aber noch nicht herbei gekommen war, so trat er jetzt>»cht weiter öffentlich auf, um sich der Verfolgung der Pha-