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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Fünftes Buch.

Wüste hatten erdulden müssen. Andere erklären den Name»durch Abwälzen, indem sie auf die Stelle, Jos. 6, 9., Rück-sicht nehmen, wo es heißt, daß durch die Beschneidung dieSchande Aegyptens von den Jsraeliten hinweggenommen oderabgewälzt worden sey.

Als die Jsraeliten hier anlangten, war Gilgal noch keineStadt, sondern diese wurde erst später dort erbaut; esaber nicht bekannt, zu welcher Zeit das geschah. Wahrschein-lich muß sie jedoch bald nach Josua erbaut worden seyn,!weil Gilgal zu Samuels Zeiten schon eine ansehnliche Stadtwar. Denn in ihr versammelte jener Richter das Volk, mdaselbst Saul von neuem zum Könige bestätigen zu lassen(1. Sam. 11, 14 u. 15.). Ueberhaupt hielt sich Samuelöfter in Gilgal auf und stellte alljährlich Gerichtstage daselbstan (1. Sam. 7, 16.). Auch die Propheten Elias und Elisa !scheinen oft ihren Aufenthalt in Gilgal genommen zu haben ^(2. König. 2, 1. 4, 38.). Uebrigens war diese Stadt meh- ( ^reremale ein Sitz der Abgötterei. Zur Zeit der Richter hat- ^ten sich die Moabitcr der Stadt bemächtigt und Götzen daselbst .aufgestellt (Richt. 3, 19.); und der Prophet Hosea (4, 15.)warnt die Juden, nicht nach Gilgal zu gehn, um nicht zur ^Abgötterei verleitet zu werden. Aehnlichc Warnungen findetman auch bei Amos (4, 4.). Die Stadt Gilgal muß schonfrühzeitig zerstört worden seyn, da sie nicht weiter erwähntwird und man auch jetzt nur wenig Spuren von ihr findet.Ein Dörfchen, das aus etwa 30 elenden Hütten besteht, (soll auf der Stelle des alten, berühmten Gilgal liegen, iDabei befinden sich einige Ruinen, unter denen die einer !Kirche sind.

Nördlich von Jerusalem und Bethanien lag Adasar ^oder Ada so, ein Kastell im Gebiete des Stammes Juda bei ^welchem Judas Makkabäus den Syrischen Feldherrn Nikanorschlug (1. Makk. 7, 4045.).

Als Jesus in die Nähe von Bethanien gelangt war,kam Martha, die von seiner Ankunft Nachricht empfangenhatte, ihm entgegen und meldete ihm den Tod ihres Bruders;äußerte aber auch zugleich, daß derselbe wohl nicht gestorbenseyn würde, wenn Jesus zugegen gewesen wäre. Voll Äer- i