Reisen Jesu der dritten Periode rc. 647
Alexander'on war ein festes Schloß zwischen Ai undJericho, auf einem Berge, nahe bei der Stadt Korea.Man kennt nicht genau die Stelle, wo Korea lag, sondernweiß nur, daß es die erste Stadt in Judäa, wenn man ausSamaria kam, auf dem Wege nach Jericho, an der Grenzevon Ephraim und Benjamin war. Jenes feste Schloß sollnach Einigen von Alexander dem Großen, nach Andern vonMexander Janäus, was wahrscheinlicher ist, erbaut wordenseyn. Gablnius zerstörte es; Herodes der Große aber stellte^ks wieder her, und wahrend der Kriege, welche dieser Königführte, wurde es ziemlich berühmt. Mehrere Fürsten aus derFamilie des Jannäus waren dort beerdigt, und Herodes derGroße ließ die Leichname seiner beiden Söhne Alexander undÄristobulus, die zu Sebaste oder Samaria auf sein Geheißgetödtet worden waren, ebenfalls dahin bringen.
Gilgal oder Galgala, südöstlich von Jericho, warder. erste Lagerplatz der Jsraeliten diesseit des Jordans, ohn-Uahr zwei Stunden von diesem Flusse. In der Nähe jenesLrtes richteten die Juden die zwölf Steine auf, die sie ausdem Jordan mit sich genommen hatten (Jos. 4, 20.). Hierwurde die allgemeine Beschneidung an denen vorgenommen,welche in der Wüste geboren worden waren und sie noch nichtempfangen hatten. Auch feierten die Jsraeliten hier daslffah, und hier begannen sie, sich mit den Früchten desigelobten Landes zu sättigen (Jos. 5.). So lange die Judenmit der Eroberung des größten Theils von Kanaan beschäf-tigt waren, was ohngefähr sechs bis sieben Jahre dauerte,hatten sie zu Gilgal ihren Hauptlagerplatz. Hier befand sichwährend dieser Zeit die Stiftshütte mit der Bundeölade, dieerst spater nach Siloh versetzt wurde (Jos. 18, 1.), wo siejedoch nur eine Zeitlang blieb; denn später muß sie wiederi» Gilgal gewesen seyn, weil man hier Opfer darbrachte (1.Sam. 10, 8.).
Einige erklären das Wort Gilgal durch Freiheit undsagen, der Ort habe diesen Namen deshalb bekommen, weildie Juden nach ihrem Uebergange über den Jordan erst völ-lig auö der Acgyptischen Knechtschaft befreit und nun zugleichauch von dem Ungemachs frei gewesen waren, das sie in der