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Fünftes Buch.
dort sehr heiß und ziemlich ungesund, weil das Gebirge, wel-ches auf der Abendseite die Stadt begrenzt, den Zutritt derWestwinde hindert, die im Sommer in Syrien herrschend sind.Daher ist die Luft voller Dünste und erregt Fieber, an denendie Einwohner der Stadt im Sommer häufig leiden.
Eine halbe Stunde von Liberias südostwärts am Fußeeines Berges, ohngefähr 30 bis 40 Schritte von dem Uferdes Sees, befinden sich heiße Schwefelquellen, die schon im Al-terthume berühmt waren. Man zählt jetzt noch vier solcherQuellen, die nahe bei einander sich befinden. Das Wasserder südlichsten Quelle ist so heiß, daß man die Hand nichtin dieselbe halten kann; daher bekommt auch das Wasser desSees, da wo die Quellen in ihn hineinfließen, eine ziemlicherhöhte Temperatur, was wahrscheinlich dazu beiträgt, daß indem südlichen Theile des Sees die Fische nicht so zahlreichsind als in seiner nördlichen Hälfte. Das Wasser der Quel-len enthält Eisen und Schwefel; daher setzt es auch auf sei- ^nem Wege nach dem See zu an den Steinen eine Kruste ab,deren Farbe bei einigen Quellen weißlich, bei den andern aberröthlich gelb ist. Das Wasser hat keinen angenehmen Ge-schmack und Geruch, leistet aber vorzüglich bei rheumatischenBeschwerden und bei Schwäche treffliche Dienste. Daher wer-den diese Quellen auch noch jetzt, vorzüglich im Julius, von .vielen Bewohnern Syriens besucht. Ueber der Hauptqucllcist ein Gebäude errichtet, das einige Gemächer enthält, unddas zu Anfang dieses Jahrhunderts der damalige Pascha vonSt. Jean d'Acre, Dje;zar, hat aufbauen lassen.
Nahe bei diesen Quellen lag sonst die Stadt Ammaus,oder Emmaus, welcher Name Bad bedeutet, nach der jeneQuellen auch benannt wurden, von welcher man aber wenig !Nachrichten hat.
XXVII.
Jesus wandert in Galilaa umher und sendet seine Jünger aus.
iMat«,. 10, 5 —L2> 11, 1. Mark. 8, 6 — 13. Luk. S, 1-6.»
Als Jesus bei näherer Bekanntschaft mit dem Volke,das sich auf seinen Wanderungen um ihn sammelte, das all-