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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Viertes Buch.

er dem Hauptmanne, der unterdessen selbst herbeigekommen .war, daß sein Knecht von seinem Uebel frei werden würde.Als der Hauptmann hierauf nach Hause kam, fand er seine»Knecht wirklich genesen.

XXIII.

Jesus begibt sich nach Nain.

iLuk. 7 . 11-50.)

Begleitet von seinen Jüngern und von vielen Anderenbegab sich Jesus von Kapernaum nach Nain, einem Städt-chen in Galiläa, nicht weit von der Grenze Samarias. Aufdieser Reise kam er an den Bach Ki schon oder Cison, derauch das Wasser von Megiddo genannt wird, weil dieseStadt an seinem Ufer lag (Richt. 6, 19.). Er soll am Fußedes Berges Thabor entspringen und sich bald nach seinem Ur-sprünge in zwei Bäche theilen. Der eine derselben läuft mor-genwärts, an dem Fuße des kleinen Hermon vorbei und er-gießt sich in den See Genesareth. Der andere aber nimmtseinen Lauf nach Abend zu, fließt durch die Ebene Esdrelon,schlängelt sich in verschiedenen Krümmungen durch mehrereThäler, geht nördlich an dem Gebirge Karmel vorbei undergießt sich bei Kaipha in das mittelländische Meer und zwarin den Meerbusen von St. Jean d'Acre. Dieser nach Abendzu fließende Bach ist sehr wasserreich, weil er viele Quellenund Bäche, die von dem Gebirge Ephraim und aus andernGegenden kommen, in sich aufnimmt, und führt vorzüglichden Namen Ki schon. Seine Ufer sind schön und fruchtbar.

An seiner Mündung wird er im Sommer oft durch den Windmit Sand verstopft, so daß er alsdann über seine Ufer trittund an einer niedrigen Stelle innen im Lande sogar einen Seebildet. Im Winter ist er gewöhnlich sehr angeschwollen undreißend, und alsdann ist es gefährlich, durch ihn hindurch zureiten. Brücken über ihn findet man aber auch nicht. Die-ses ist der Bach, an dessen Ufer der Prophet Elias 450 Baals-priester tödtcn ließ (1. König. 18, 40.).

In der Nähe von Nain befindet sich der kleine Hcr-mon und das Gebirge Gilboa, die durch ein Thal gc-