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Viertes Buch.
spräche vorzutragen und seine Reden mit Bildern und Gleich-nissen auszuschmücken, um desto mehr zu fesseln und seine Leh-ren um so leichter dem Gedächtnisse einzuprägen. Die Bilderund Gleichnisse waren aber stets edel, natürlich und passend;daher desto ansprechender. Endlich wußte er auch immer Ernstund Milde gehörig zu verbinden, um die Herzen seiner Zu-hörer zu bewegen, zu erwärmen und zu beruhigen. WelchesWunder nun, wenn die Menschen von asten Orten her zu ihmkamen und erklärten, daß sie noch keine solche Rede vernom-men hätten, als aus seinem Munde kam!
XX.
Jesus fährt über den See Genesareth und geht in die Gegend
von Gadara.
(Mattb' 8, 23-34- Mark. 4, 35 — 41. u. 6 , 1 — 20. Luk. 8. 22 —Zg.)
Nachdem Jesus einst abermals zu einer großen MengeMenschen in der Nahe des Sees Genesareth gesprochen hatte,trat er in ein Schiff, um sich einige Erholung und Ruhe z» Igönnen, und forderte seine Jünger auf, über den See hinüberzu fahren. Ruhig segelte das Fahrzeug anfangs dahin, undin sanften Schlummer versank der göttliche Lehrer. Alleinnach einiger Zeit brach ein heftiger Sturm los, der oft plötz-lich durch die Klüfte am User des Sees Genesareth herein-stürzte^), und wühlte das erst ruhige Wasser aus, so dasdie Westen über das Schiff cmporschlugen. Da geriethen diezaghaften Jünger in Schrecken und fürchteten, das Schstf ,möchte sinken. In der Angst ihres Herzens weckten sie umihren Meister aus seinem Schlummer und klagten ihm ihreNoth. Jesus aber, der bei hohem Gottvertrauen und seineredlen Bestimmung sich bewußt, auch das Gefühl seiner Sichec-heit in sich trug, tadelte mit voller Gemüthsruhe den Klein-muth seiner Jünger, stieg auf und sprach seine Unzufrieden-heit über den Sturm ernstlich aus. Da legte sich der Windund die Ruhe des Sees kehrte wieder. Die Jünger aber
Der See Genesareth gleicht in dieser Hinsicht den Seen deß gcb>r>gigcn Schweizerlandes, die oft auch plötzlich von harten Stürmen z. B. M»wilden Fön, heimgesucht werden.