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Viertes Buch.
(1. König. 1, 3.). Auch pflegte in dieser Stadt der Pro-phet Elisa auf seinen Reisen öfter bei einer Frau einzukehren,der er bedeutende Dienste leistete (2. König. 4.).
Unterhalb Kana lag im Gebiete des Stammes SebulonGath-Chever oder Gethpher, westlich vom See Gene-sareth, die Geburtsstadt des Propheten Jonas (2. König. 14,25.). Jetzt ist sie völlig verschwunden; man zeigt aber aufihrer Stelle ein Gebäude, welches das Grab des ProphetenJonas enthalten soll, weshalb auch daran der Fisch in Steinausgehauen zu sehn ist, der den Propheten verschlungen hatte.Dieses Gebäude war früher wahrscheinlich eine Kapelle, istaber jetzt von den Türken in eine Moschee verwandelt wor-den. Nahe dabei befindet sich eine Quelle, die man denJonasbrunnen nennt. Manche behaupten, das Grab des!Propheten Jonas befinde sich in Lydda. I
Nachdem Jesus in Galiläa angekommen war, verließen!ihn wahrscheinlich seine Jünger auf einige Zeit, um ihre Hei- jmath und die Ihrigen aufzusuchen und daselbst so manches iNöthige zu besorgen. Jesus fand in Galiläa, vorzüglich in ^Kana, eine freundliche Aufnahme und Begegnung, weil dieGaliläer am Paffahfeste Augenzeugen dessen gewesen waren,was er zu Jerusalem vollbracht hatte, und nun auch Außer-ordentliches für sie von ihm erwarteten. Der Ruf, daß erin Galiläa angekommen sey, verbreitete sich schnell; denn alser in Kana war, kam einer von den Hofleuten des KönigsHerodes Antipas zu Jesu und bat ihn, sich nach Kapernaunizu begeben und seinen kranken Sohn vom Tode zu retten.Jesus, der stets zu Hilfeleistungen bereit war, versagte auchhier seine Dienste nicht; nur wollte er wissen, ob der Hülfe»suchende wirklich mit vollem Vertrauen zu seiner Wirksamkeit,oder aus bloßer Wundersucht zu ihm gekommen sey. Den»er, der bei den Samaritern Eingang, Beifall und Zutrauengefunden hatte, ohne sich erst durch eine besondere wundervollbefundene That den Weg zu ihren Herzen zu bahnen, hatte ^die Erfahrung gemacht, daß es ihm in Galiläa schwerer werde,Zutrauen und Gehör zu erlangen. Daher sprach Jesus seineUnzufriedenheit mit den Juden unverholen in den Worten aus:„Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubet B