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Viertes Buch.
XVII.
Jesus begibt sich von Sichem nach Kana.
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Nachdem Jesus zwei Tage in Sichem verweilt und nunseinen Ruhm nicht allein in Judäa, sondern auch in Sama-ria begründet hatte, setzte er seine Reise nach Galiläa fort,wo er nun ebenfalls und zwar um so mehr Ansetzn zu gewin-nen hoffen konnte, da sein Ruhm ihm vorausgegangen seynmußte. Auf seiner Weiterreise konnte er nach Samaria kommen.
Sa maria oder Schomron war die Hauptstadt der !Provinz, welche von ihr den Namen hatte, und lag in demehemaligen westlichen Gebiete des Stammes Manaffe. Siehatte nicht ein so hohes Alter als Sichem, denn sie wurdeerst von Amri, dem sechsten Könige des Reichs Israel, erbaut(1. König. 16, 24.), der von einem gewissen Schemer oderScmer den Berg kaufte, auf welchem er die Stadt gründete.Sie gewann bald eine ansehnliche Größe, denn sie hatte eineStunde im Umfange, war schön gebaut und stark befestigt,und bekam eine beträchtliche Einwohnerzahl. Bei dem Unter-gänge des Israelitischen Reichs wurde sie durch den Assyri-schen König Salmanassar zerstört, nachdem sie eine mehrjäh-rige Belagerung ausgehalten hatte (2. König. 18, 9. u. 10.).Die aus Assyrien nach Samaria verpflanzten Kolonisten bau-ten sie jedoch bald wieder auf, aber freilich weit ärmlicherals sie früher gewesen war. Zur Zeit der Makkabäer wurdesie nach einer langen Belagerung von Johannes Hyrkamisabermals zerstört, und zwar völlig dem Erdboden gleich ge-macht. Unter der Oberherrschaft der Römer ließ sie Gabi-mus, der Römische Statthalter in Syrien, wieder aufbauenund nach sich Gabinia nennen; allein auch jetzt hatte sie!noch ein geringes Ansetzn. Erst Herodcs der Große gab ihr25 Jahre vor Christus den ehemaligen Glanz wieder; denner vergrößerte und verschönerte sie und ließ sie mit einer star-ken Mauer umgeben. Er nannte sie zu Ehren des RömischenKaisers Augustus Sebaste oder Augusta, die Hehre, undließ darin auch einen demselben Kaiser geweihten prächtigen sTempel erbauen. Hinfort war bis auf die neuesten Zeiten ^