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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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167
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Reisen Jesu der zweiten Periode rc, 167

mied Jesus nicht den Umgang mit den Samaritern. Dadurch. lernte er so manche gute Seite an ihnen kennen, und gewann siewegen der Rechtlichkeit ihrer Denkart und ihres Betragens end-lich so lieb, daß er sie in manchen Dingen den Juden vor-zog und sie in sein Reich mit aufzunehmen beschloß; wie erselbst dieses Joh. 10, 16. verständlich genug zu erkennen gab.

Sa maria war die kleinste unter den drei Provinzen,in welche zu Jesu Zeiten Palästina dieffeit des Jordans ge-theilt war, und lag zwischen Galiläa und Judäa. Nach Mor-! gen grenzte es an den Jordan, nach Abend zu hatte es aber

^ nicht mehr das mittelländische Meer zur Grenze, sondern deri Syrische König Demetrius Soter hatte den Küstenstrich davonlosgerissen und zu Judäa geschlagen, so daß Samaria garkeine Seestädte besaß. Ihren Namen hatte diese Provinz vondem Berge Schomron oder Samaria, der nach seinem Be-sitzer Schemer oder Semer benannt worden war (1. König. 16,24.). An Fruchtbarkeit stand Samaria der Provinz Galiläanicht nach. Zwar ist es voller Berge, aber es schließt auch densüdlichen Theil der Ebene Esdrelon ein und enthält den bestenTheil der schönen Jordan-Ebene; und die Gebirge warenebenfalls angebaut und fruchtbar. Die Thäler werden vonBächen bewässert, wodurch die Fruchtbarkeit nur vermehrtwird. Vorzüglich gab es viele Oelbäume daselbst; es fehlteaber auch nicht an Obst. Wild war dort nicht selten. Diedortigen Kühe werden von Josephus als vorzüglich milchreichgerühmt. Nur an Einwohnerzahl stand es in Verhältniß sei-ner Größe Galiläa nach. Die jetzigen Einwohner bestehn inTürken, Mauren und Arabern.

Die meisten Einwohner dieser Provinz zu Jesu Zeit konn-ten nicht von Abraham ihre Abstammung herleiten, wenigstenswar ihre Abkunft nicht völlig rein. Denn als die Assyrer dasIsraelitische Reich erobert hatten, waren die vornehmsten Js-racliten hinweggeführt worden und dagegen hatte Esar HaddenChaldäische Völker, als: Cuthäer, Aväcr, Dinaer, Chama-thäer, Sepharviten und Babylonier nach Samaria gesendet,die sich nun mit den zurückgebliebenen ärmern Jsracliten ver-mischten und ihre Landesgötter auch in Samaria verehrten,jedoch auch dahin gebracht wurden, dem Gott der Juden ihre