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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Viertes Buch.

Anbetung zu weihen, und durch die unter ihnen wohnendenJsraelitcn mehr und mehr sich von. ihren Götzen hinweg unddem Einen Gott zuwenden ließen. Der König Hiskias in Judawünschte diese Samariter mit seinem Reiche zu vereinigen undsie dahin zu bringen, daß sie den Tempel in Jerusalem be-suchten; allein dieses gelang nicht; und als die Juden aus derbabylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt waren und ihrenTempel zu Jerusalem wieder aufbauten, waren sie viel zuengherzig, und gegen die Samariter, wegen deren Vermischungmit Heiden, viel zu erbittert, als daß sie dieselben hattenTheil daran nehmen lassen sollen, so sehr es die Samariterauch wünschten. Eine Zeitlang suchten nun diese den Tempel-bau der Juden zu verhindern, um sich wegen der ihnen ge-wordncn Verweigerung und Verachtung zu rächen. Darausging aber eine um so größere gegenseitige Erbitterung hervor.Diese wurde von Seiten der Juden um so stärker, als dieSamariter einen eignen Tempel sich baueten, wozu ein son-derbares Ereigniß die Veranlassung gab. Nichts war nämlichden Juden ein größerer Greuel, als die ehelige Verbindungeines, ihrer Glaubensgenossen mit einer Ausländerin. Nun hatteManasse, der Bruder des Hohenpriesters Jaddu, zu jener Zeitals der König Alexander von Macedonien siegreich gegen denPersischen König Darius kämpfte, die Tochter Saneballats,des Persischen Statthalters in Samaricn geheirathct und da-durch ein großes Aergerniß gegeben. Die Juden verlangtendaher von ihm, daß er seine Gattin verstoßen sollte, und alsrr dazu sich nicht geneigt zeigte, auch nach dem Mosaische»Gesetze sich nicht dazu verpflichtet hielt, weil Moses wirkliches nicht so streng gemeint hatte, als die Schriftgelehrten derdamaligen Zeit es nahmen, so drohte man, ihm die Priester-würde zu entziehn. Deshalb floh er nach Samaria, und seinSchwiegervater verschaffte ihm daselbst das Oberpriesterthmund wußte von dem Könige Alexander die Erlaubniß auszu-wirken, daß die Samariter einen Tempel auf dem Berge Ga-re izim erbauen durften. Durch Manasse hatten sie zugleichauch das geschriebene Gesetzbuch Mosis bekommen, und da die-ses nun öffentlich vorgelesen wurde, so verschwand der Götzen-dienst unter den Samaritern gänzlich und sie wurden eifrige