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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Drittes Buch.

Ohngefähr eine halbe Stunde von dem Fuße des Ber-ges Quarantania, nach Jericho zu, befindet sich die Quelledes Elisa, die ihren Namen davon hat, weil der Prophetihr Wasser erst trinkbar machte (2. König. 2, 1922.),was es vorher nicht war; denn es soll erst nachtheilig fürdie Gewächse und auch schädlich für die Menschen gewesen seyn.Bei dieser Quelle steht ein großer Feigenbaum, der einen sol-chen Umfang hat, daß er sie völlig überschattet und dadurchnicht allein das Wasser frisch erhält, sondern auch den Pil-gern in seinem Schatten Erguickung gewährt. Das Wasserder Quelle sammelt sich in einem großen dreiseitigen Beckenvon gehauenen Steinen. In der einen Seite desselben, diehöher ist, als die beiden andern, befinden sich zwei Nische»und ein Loch, durch welches das Wasser so reichlich hcraus-stießt, daß es einen kleinen Bach bildet, der eine Mühle trei-ben kann. Dieser Bach fließt in verschiedenen Windungenzwischen Bäumen nach Jericho und von da in den Jordan.Ohngefähr 600 Schritte von der Quelle entfernt bemerkt mandie Ucberreste einer Kirche und eines Klosters, welches durchdie Quelle hinreichend mit Wasser versorgt wurde.

XI.

Jesus begibt sich aus der Wüste Quarantania nach Bethabara am

Jordan.

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Nachdem Jesus alle Versuchungen bekämpft und uner-schütterlich fest beschlossen hatte, nur nach Gottes Willen sei-nem hohen Berufe sich zu widmen und nur den Absichtenseines himmlischen Vaters gemäß zu wirken, verließ er den ,einsamen Aufenthalt in der Wüste, um nun unter den Men-schen als Lehrer und Führer derselben aufzutreten. Er wen-dete sich nach dem Jordan, wo Johannes lehrte und taufte,wo er gewiß war, Menschen zu treffen, denen der Täufer ihnsogleich als den längst verheißenen und nun erschienenen Mes-sias vorstellen und empfehlen konnte. Auch hatte er die Ab-sicht, gleich andern Lehrern, Männer sich näher zu verbinden .und inniger mit sich zu befreunden, in deren Seelen er den