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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Drittes Buch.

Bäche auf. Gleich unterhalb des Sees Gcnesareth ergießt sichauf seinem linken Ufer das Flüßchen Hieromax in ihn, dasvon dem Gebirge Gilead kommt und den Bach Rcgabaaufnimmt. Etwas südlicher nimmt er den Bach Jabok auf,der bei Rabbath, der Hauptstadt der Ammoniter, entspringt.Auf seinem rechten Ufer aber fällt der Bach Aenon in ihn,der von dem Gebirge Ephraim herabfließt *).

In der Nähe der Gegend, wo Jesus sich taufen ließ,lagen die Städte Lod und Ono an dem Ufer des Jordan,in dem Gebiete des Stammes Benjamin, welche beide nachder babylonischen Gefangenschaft am frühesten mit wieder erbautwurden (Nehem. 11, 35.).

Als Jesus bei Johannes angekommen war, empfing ervolle Gewißheit über seinen Beruf; denn Johannes erklärteihn mit bescheidner Selbstverläugnung für den Messias, dessenDiener zu seyn er kaum würdig wäre, und als Jesus in demFlusse untergetaucht worden war und also die Taufe empfan-gen hatte, fand ein ungewöhnliches Naturereigniß statt undeine Stimme erklärte ihn für den Sohn des Höchsten, anwelchem dieser Wohlgefallen hatte.

Jesus geht vom Jordan in die Wüste Quarantania.

iMatth. 4, 1-11. Mark. 1. 12. 13. Lukas 4. 1-13.)

Jetzt hatte Jesus die polle Ueberzeugung gewonnen, daßer zum Messias bestimmt und berufen sey, aber nun trat auchdie ganze Größe und Wichtigkeit dieses hohen Berufs vorseine Seele, und obschon er von früher Jugend an für den-selben sich gebildet und vorbereitet hatte, so empfand er dochjetzt, als er zu voller Gewißheit gelangt war, die Nothwen-digkeit, noch einmal in stiller Einsamkeit Alles gehörig zu er-wägen, was er nun zu thun hatte, und wie er dem erhabe-nen Berufe Genüge leisten könnte. Daher trieb ihn sein Geistin eine einsame Gegend, in welcher er nach dem BeispieleMoses (2. Mos. 24, 18. u. 34, 28.) 40 Tage und 40

*) Man vergleiche über den Jordan Seite 1l.