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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Zweites Buch.

9. u. 60.). Diese Stadt gehörte spater zu dem StammeJuda. In ihr wurde die Bundeslade, nachdem dieselbe vonden Philistäern weggeführt worden war, eine Zeitlang aufbe-wahrt (1. Sam. 7, 1. u. 2.).

Nordwärts über Askulon gelangte man nach Azot, ei-ner der Residenzen der fünf Philistäerfürsten (Jos. 13, 3.),welche von den Juden Asdod genannt wurde und die spaterzu dem Stamme Juda gehörte. Hierher brachten die Phi-listäer die den Juden abgenommene Bundcslade (1. Sam. 5,

1 5.), die sie in dem Tempel ihres Götzen Dagon aufstell-ten, aber bald wieder fortschaffen ließen, weil sie ihr die Un-fälle beimaßcn, welche dem Götzenbilde widerfahren waren.Azot war 10 Stunden von Gaza entfernt und war so starkbefestigt, daß der Aegyptische König Psammetichus sie nurnach einer Belagerung von 29 Jahren erobern konnte. Inder Folge wurde sie mchreremale erobert und wieder erobert.Der Makkabäer Judas entfernte den Götzendienst aus ihr,und Jonathas zerstörte den Tempel des Dagon. Diese Stadthatte eine vortheilhafte Lage in einer fruchtbaren Gegend. Zu !Hieronymus Zeiten war Azot noch eine ansehnliche Stadt undder Wohnsitz eines Bischofs; jetzt aber findet man an ihrerStelle nur ein Dorf, das die Araber Esdud nennen. Un-ter den verfallenen Mauern bemerkt man auch die Ueberresteeiner christlichen Kirche. Das Christenthum wurde daselbstdurch den Apostel Philippus verbreitet (Apostelg. 8, 40.).

Noch weiter nördlich lag Ekron oder Akkaron (Jos.15, 45.), ebenfalls eine der Fürstenstädte der Philistäer, welchedie Juden später eroberten. Hierher brachte man die Bun-dcslade von Asdod; allein die Einwohner der,Stadt wolltensie nicht in ihrer Mitte behalten, und so beschloß man, sieden Jsraeliten zurückzugeben (1. Sam. 5, 710.). InEkron befand sich ein Tempel des Baalsebub und ein Orakeldieses Götzen, an welches sich der König Achasjah, als ereinen gefährlichen Fall gethan hatte, wendete (2. König.1, 2.)*). Alexander Balas, König von Syrien, der mit

*) B a alsebub oder Beelzebub heißt: der Flicgengott, weil mandiesen Götzen zur Wcrtreibung der Fliegen anrief. Die Juden, die diesenGötzen fürchteten, nannte» den obersten der Teufel Beelzebub (Luk. 11, 15.).