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Reisen der Eltern Jesu.
tergottesbaum nennen, weil er der Maria und den Ihrigenauf ihrer Flucht Schutz gegen ihre Verfolger verliehen haben soll.Er besteht nur noch aus einem Stamme von 26 Fuß Um-fang und 9 Fuß Höhe, mit noch einigen grünen Zweigen.
Südlich von Matarea soll die ehemalige HauptstadtAcgyptenö, Memphis gelegen haben, an dessen Stelle nachder Meinung einiger Reisenden jetzt Alt - Ka iro liegt. Die-ses ist von Neu-Kairo nur durch eine Reihe verfallener Mauernund elender Hütten, die sich ohngesähr eine Viertelstunde weithinziehen, getrennt. Hier wohnte einst der König, der dieJsraeliten so hart bedrückte. Jetzt besteht Alt-Kairo nuraus armseligen, unreinlichen Hütten, in denen Türken, Grie-chen, Armenier und Kopten wohnen. Nur wenige große Ge-bäude befinden sich darunter, die das Eigenthum einiger Ein-wohner von Neu-Kairo sind. Ein in Trümmer zerfallenesaltes Schloß dient den armen Christen zum Aufenthalte, dieauch darin eine Kapelle für ihren Gottesdienst haben. Die-sem Schlosse gegenüber soll der Platz seyn, wo Moses ausdem Wasser gezogen wurde. Einer Sage nach sollen die El-tern Jesu, nachdem sie sich eine Zeitlang in Matarea aufge-halten hatten, sich nach Memphis begeben haben und daselbstbis zum Tode des Königs Herodes geblieben seyn. Manchebehaupten auch, sie hätten ihren Aufenthalt in einem KastelleNamens Babylon, genommen, das nicht weit von Mem-phis lag und jetzt nur ein beträchtlicher Haufe Trümmer ist,die ein kleines Dorf umgeben, welches von Christen bewohntwird. Hier sind fünf Koptische Mönchsklöster, unter deneneins dem heiligen Georg geweiht ist. In einem derselben zeigtman eine Grotte, zu welcher man auf 12 Stufen hinab-steigt, die den Eltern Jesu zur Wohnung gedient haben soll,und die auch eine gute Wasserquclle enthält. In Alt-Kairowerden einige Uebcrreste großer und weiter Magazine die Korn-häuser Josephs genannt. Auch heißt ein Brunnen daselbstder Josephsbrunnen. Dieser ist in einen Felsen gehauen,hält 20 Fuß ins Gevierte und hat 269 Fuß Tiefe. DasWasser desselben wird von zwei Ochsen vermittelst eines Dreh-rades, über welches ein Seil geht, an das hundert Krügebefestigt sind, emporgewunden.