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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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von etwa 200 bis 300 Schritten, springt aus dem Felseneine Quelle hervor, welche das Kloster mit dem nöthigen Was-ser versorgt. Das Kloster selbst, das dem Ansetzn nach einemKastell gleicht, ist ebenfalls an dem Abhänge des Berges er-baut und hat eine solche Einrichtung, daß es gegen die Angriffeder Araber hinlänglich geschützt ist, die jene Gegend sehr un-sicher machen. Es hat eine kleine, verfallene, mit einer Kup-pel versehene Kirche, aber auch noch eine größere, deren Schiff45 Schritte lang und 14 breit ist. In der Umgebung desKlosters gibt es mehrere Kapellen, von denen eine dem hei-ligen Laurentius, eine andere dem heiligen Vincentius und nocheine andere dem heiligen Johannes von Damaskus geweihtist. Die letzte liegt am höchsten auf dem Berge. Johannesvon Damaskus wurde nämlich in dem Kloster St. SabaMönch und schrieb hier seine gelehrten und frommen Werkein einer so zierlichen und eindringlichen Sprache, daß manihm den Beinamen Chrysorrhoas, Goldfluß, gab. Eine an-dere Kapelle, am Fuße des Berges, ist dem heiligen Johan-nes Chrysostomus gewidmet, der sich einige Zeit hindurch hier-her zurückgezogen haben soll. Bei der Klosterkirche befindetsich die Kapelle der 40 Märtyrer, eine schauerliche Grotte,in welcher viele Todtenköpfe pyramidenförmig aufgeschichtetsind. Diese Todtenschädel sollen Mönchen gehört haben, dievon den Saracenen ermordet wurden. Ohngefähr 300 Schrittevon der Kirche steht ein 100 Fuß hoher Thurm, der durcheine sehr tiefe Felscnspalte von dem Kloster getrennt ist. Die-ser hat in einer Höhe von 20 Fuß ein Fenster, in welchemein Mann bequem aufrecht stehn kann, und zu dem man ver-mittelst eines Seiles hinaufgezogen wird. Aus diesem Fensterhat man eine schöne Aussicht auf die umliegende Gegend. Aufdem Thurme wohnt beständig ein Mönch, der nur dreimalim Jahre herunter kommt. Die Lebensrnittel empfängt der-selbe mit Hülfe eines Seiles, das von dem Thurme über dieSchlucht bis zum Kloster ausgespannt ist, und an welchemein Korb hin und her gezogen werden kann. Dieser Mönchmuß oben Wache halten, um die Araber, oder die wildenThiere, die dem Kloster nahn, auszuspähen und den Bewoh-nern desselben anzuzeigen. An dem Ausgange des Klosters