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Zweites Buch.
dium, das Herodes der Große hatte erbauen und nach sichbenennen lassen, und in welchem er auch begraben worden ist.In der Umgegend desselben befindet sich ein hoher steiler Berg,der ohngefähr 1000 Schritte im Umfange hat und der Fran-kenberg genannt wird. Auf dessen rundem Gipfel bemerktman die Trümmer einer Burg, welche zur Zeit der Kreuzzügevon den Franken erbaut worden seyn soll, um den Saracenendesto bessern Widerstand leisten zu können. Vierzig Jahrelang sollen sich die Franken darin gehalten haben; aber alssie sich von den andern Kreuzfahrern verlassen sahen und ihreZahl sich verminderte, soll sich der Rest derselben nach demGebirge Libanon zurückgezogen habend).
Nicht unerwähnt kann hier eine alte Stadt, Bethza-chara bleiben, die in der Nachbarschaft von Thekoa lag unddurch eine Schlacht berühmt wurde (1. Makkab. 6, 32—46.),in welcher der hochherzige Eleasar, der Sohn des Saura, sichmitten unter die Feinde stürzte, und sich unter den Baucheines Elephanten drängte, um denselben zu todten. Der Ele-phant trug nämlich einen prächtigen Thurm, in welchem Elea,sar den König der Syrer vermuthete; und durch dessen Todmeinte Eleasar, dem Kriege ein Ende zu machen und seinemVolke, wenn auch mit Aufopferung seines Lebens, Freiheitund Frieden zu verschaffen.
Nordöstlich von Thekoa in einer der ödesten Gegendender Wüste Juda, in einer tiefen und unfreundliche» Schlucht,nicht weit vom todten Meere liegt das Kloster St. Saba,das im vierten Jahrhunderte von dem Abte Sabas gestiftetwurde. Durch die Schlucht fließt der Bach Kidron, dervhngefähr zwei Stunden von dem Kloster sich in das todte Meerergießt, aber nur im Winter Wasser enthält. An dem Ab-hänge eines langen, rauhen Berges sind eine große MengeCcllcn in den Felsen gehauen, deren Zahl sich auf 6000 be-laufen soll. Beinahe alle diese Zellen sollen früher von Mön-chen bewohnt gewesen seyn, die nach der Regel des heiligenSabas lebten» Unterhalb des Klosters, in einer Entfernung
*y Daß von ihnen die am Libanon wohnenden Drusen abstammte»,sst eine Fabel.