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Zweites Buch.
tige Gebäude siel der Zerstörung anheim, so daß nur wenigSpuren von ihm zurückblicken.
In der heiligen Schrift werden zehn Thore genannt,durch welche man in die Stadt Jerusalem eingehn konnte.Sie befanden sich blos auf drei Seiten der Stadt; denn a»der Mittagsseite war der Berg Zion so steil, daß man nichtleicht einen Weg hinauf führen konnte. Aus der Morgenseitegab es fünf Thore, nämlich 1) das Wasserthor (Nehem.3, 26.) in der Oberstadt, das bei Jeremias auch das Töpfer-thor oder das Ziegelthor (Jerem. 19, 2.) heißt, unddas seinen Namen von dem Bache Kidron hatte, der.in sei-ner Nähe floß. 2) Das Roßthor (Nehem. 3, 28.), wel-ches sich in der Nahe des Tempels befinden mußte, da diePriester in der Gegend desselben wohnten. 3) Das Vieh-oder Schaafthor (Nehem. 3, 1.) in der Nahe des Tem-pels, über der Nordseite desselben, nicht weit von dem TeicheBethesda, welches seinen Namen dem Umstände zu verdanke»hatte, daß durch dasselbe die zum Opfer bestimmten Thiereeingeführt wurden. 4) Das Fischthor (Nehem. 3, 3.) inder Nähe des Fischmarktes in der Neustadt. 3) Das alteThor, das nördlichste an der Morgenseite, welches, wie dasvorige, aus dem Thale Kidron in die Neustadt führte. Ander Mitternachtsscite befanden sich nur zwei Thore, dasEphraims- oder Benjaminsthor (Nehem. 12, 39.Jerem. 37, 13.) und das Eckthor (Jerem. 31,38.): jenesöstlich, dieses westlich. Beide führten in die Neustadt. DieAbcndseite endlich enthielt drei Thore: 1) Das Thalthor(Stehem. 3, 13.), welches aus dem Thale Gihon in die Un-terstadt führte; 2) das Mistthor (Nehem. 3, 14.), auchdas Essäerthor von Josephus genannt, durch welches derUnrath aus der Stadt geschafft wurde, den man vor demsel-ben aufschüttete; 3) das Brunnenthor (Nehem. 2, 14.),vor welchem sich ein Teich befand und das wie das vorigein die Oberstadt führte. Außerdem werden noch einige andereThore in der heiligen Schrift genannt, die aber wohl nichteigentliche Stadtthore, sondern wahrscheinlich Thore des Tem-pels waren.
Da die Stadt auf vier Hügeln lag, so kann man sich
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