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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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chers sichern konnte (Jos. 20, 7. u. 4. Mos. 35, 11u. 12.).In der Folge wählte David nach dem Tode Sauls Hebron»zu seiner Residenz und wohnte sieben Jahre daselbst, so langeAer nur über die beiden Stämme Juda und Benjamin herrschte.

Hebron ist noch jetzt als ein ansehnlicher Ort vorhan-^ .den, der dem heutigen Jerusalem nicht viel nachsteht. Die^Araber nennen es El-Khalil (Freund) oder AbrahamsStadt, weil sie den Abraham als einen Freund Gottes be-trachten. Es hat keine Mauern, liegt zum Theil auf demAbhänge eines Hügels und zum Theil auf der Ebene. Aufdem Gipfel des Hügels findet man noch einige verfalleneMauern und darunter die unförmlichen Ueberreste eines altenSchlosses. Der Ort ist von Hügeln umgeben, welche abernicht so hoch als die in der Nähe von Jerusalem sind, und dievon Bäumen bewachsen eine angenehme Ansicht gewähren *).Die Umgegend ist schön und fruchtbar, vorzüglich an Weinund Baumwolle. Hier befindet sich eine sehr alte Glashütte,die einzige jetzt in Syrien. Die Bevölkerung ist ansehnlich;denn der Ort stellt allein acht bis neunhundert Mann, welcheWaffen tragen und beständig mit den Einwohnern von Beth-lehem Krieg führen, wodurch die Umgegend sehr unsicher wird.Die Einwohner sind Mohamedaner, die weder Christen nochJuden unter sich dulden wollen.

An dem Abhänge des Hügels, an welchem Hebron liegt,befand sich auch die Höhle Machpelah oder die Doppel-Höhle (1. Mos. 23, 9.), welche Abraham von Ephron,dem Hethiter, zum Bcgräbniß seiner Familie kaufte. Nochjetzt zeigt man daselbst eine Grotte, welche man für jene Be-gräbnißhöhle hält. Die Kaiserin Helena hatte dort eine präch-tige Kirche erbauen lassen, an deren Eingänge drei Kapellenwaren, unter denen sich die Gräber von Abraham und Sara,

- *) Won dem alten Hebron aus sieht man gegen Nordwest Jerusalem

zwischen den Bergen liegen. Sonst mußte» die Priester zu Jerusalem, ehebei Sonnenaufgang das Opfer gebracht wurde, auf den Tempel steigen unddort den Anbruch des Tags erwarten. Sobald es nun hell wurde, riefenUe hinunter:Licht! Licht!" Hierauf fragten die Untenstehenden, ob eSschon so hell sey, daß man die Priesterstadt Hebron sehn konnte. Wenndieses von den Priestern auf dem Tempel bejaht wurde, so kam alsdanndas Volk zum Opfer zusammen.

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