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Zweites Buch.
von Jsaak und Rcbckka und von Jakob und Lea befanden.Die Türken haben diese Kirche später in eine Moschee umge-1wandelt, die sie sehr in Ehren halten und zu der sie keinem?Christen den Zutritt gestatten. Dabei steht ein türkisches Klo- ^ster, dessen Bewohner täglich Linsensuppe in Bereitschaft hal-ten, um sie den einsprechenden Reisenden umsonst darzureichen >und zwar zum Andenken an jene Begebenheit, da Esiiu dassRecht seiner Erstgeburt für ein Linsengericht an Jakob abtrat. 'Das Thal Mambre, welches eine kleine Viertelstundevon Hebron entfernt liegt, ist beinahe eine halbe Stunde breitund fast eben so lang. Die Früchte, die in diesem Theilewachsen, zeichnen sich durch ihre Größe aus; denn man fin-det Weintrauben daselbst, welche gegen 12 Pfund schwer sind.Man nennt dieses Thal auch das Terebinthenthal, weil sonstviele dergleichen Bäume darin wuchsen. Die Terebinthe istein starker Baum mit nicht hohem, aber dickem Stamme unddicken Aesten, die immer grüne Blätter tragen. Seine Blü-then gleichen denen des Weinstockes, und seine Beeren steh»in Trauben und sind harzig, wie der ganze Baum, aus demman den Terpentin gewinnt. Die Terebinthe erreicht ein ho-hes Alter. Am untern Ende des Thales Mambre, wo ei»Bach stießt, stand zur Zeit des Josephus eine Terebinthe vo»außerordentlicher Dicke und Höhe, von welcher die Bewohn»der dortigen Gegend behaupteten, sie sey so alt als die Erde.Sie wurde noch zur Zeit des heiligen Hieronymus sehr inEhren gehalten, weil man behauptete, daß unter diesem BaumAbraham den Besuch der drei Männer bekommen habe (1. Mos18.), die ihm die Geburt eines Sohnes und den UntergangSodoms und der andern Städte verkündigten. Der Stamm >dieser Terebinthe soll in einer Kirche noch jetzt gezeigt werden*).
*) Nach einer alten Sage sollen in Hebron die Gebeine Adams, d>'SStammvaters der Menschen rnhn. Deshalb halte» es sich die Jsracliü»so angelegen seyn lassen, nachdem sie über den Jordan gesetzt waren, dirStadt Hebron zu erobern. Andere aber schenken der Meinung mehr Gil-ben, daß Adam auf dem Calvarieuberge bei Jerusalem begraben sey. Ba-des hat jedoch so wenig für sich, als die Sage, daß Adam Hebron er-baut habe
Auch verlegt die Sage in die Nähe von Hebron das Feld, wo Gott de»ersten Menschen Adam erschaffen habe. Es soll 700 Schritte südlich ve»der Stadt liegen. Man zeigt daselbst eine ziemlich breite, viereckige Gr»de