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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Reisen der Eltern Jesu.

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suchung befindet sich ein Brunnen, bei welchem man ein Klo-ster errichtet hat. Dieser Brunnen ist mit gehauenen Steineneingefaßt und gibt eine so große Menge Wasser, daß er dasganze Thal bewässert und fruchtbar macht. Man nennt ihnden Brunnen der heiligen Jungfrau, weil man annimmt, daßMaria wahrend ihres Aufenthaltes bei ihrer Freundin sichseines Wassers bedient habe. Die Araber nennen ihn AinKarem und schätzen ihn sehr, weil er den Bewohnern jenerGegend großen Nutzen bringt.

l In die Nähe des Dorfes St. Johannes der Täufer

^ versetzt die christliche Sage auch die Wüste, in welcher derl Vorläufer Jesu seine Jugendzeit bis zu seinem dreißigsten Jahre

^ zugebracht haben soll. Als solche bezeichnet man eine Weideebene,

ohngefähr eine Stunde von dem Dorfe, in einem angenehmenThale, das von Bergen eingeschlossen ist, die von kleinen Thä-lern durchschnitten werden. Als Aufenthaltsort des Täufers injener Zeit zeigt man eine Grotte in einem Felsen, zu welcherman nur mit Mühe emporsteigen kann. Da, wo in derselbensein Lager gewesen seyn soll, hatte man einen Altar errichtet, anwelchem Messe gelesen wurde. Am Fuße der Grotte sprudeltaus Felsenspalten eine Quelle hervor, welche sich in das Thalergießt. Hie und da bemerkt man in den Felsen Löcher, wodie wilden Bienen ihr Honig absetzen; auch findet man da-selbst einen ansehnlichen Johannisbrodbaum, welcher Baum über-haupt in dem gelobten Lande und vorzüglich in dem Jndäi-schcn Gebirge sehr häufig vorkommt, von den EinwohnernChernubi genannt wird und markige Schoten trägt, die einensüßen Säst enthalten, gegessen werden können, gewöhnlich aberzur Viehmast benutzt werden. Während der Nacht erzeugtsich dort auch eine Art von Manna, das sich an die Blätteransetzt. Zu gewissen Zeiten kommen große Heuschrecken dahin,die von den Hirten auf Kohlen geröstet gegessen werden. Ueberdem Felsen, in welchem jene Grotte ist, hatte man ein Klo-ster erbaut, das dem heiligen Johannes dem Täufer gewid-met war, das aber bald verlassen wurde*).

*) Der gewöhnliche» Sage nach verbarg Elisabeth ihren Sohn Johan-nes in jene Grotte, um ihn vor den Nachstellungen des KvnigS Herodes zu