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Zweites Buch.
ort des Zacharias und der Elisabeth betrachtet worden zu kseyn, weil man daselbst keine Denkmale findet, durch welcheIman damals die merkwürdigen Orte des gelobten Landes zu tverherrlichen und im Andenken zu erhalten suchte., f
Dieses ist dagegen mit einem Orte geschehn, welchen die!christliche Sage als den Wohnort des Priesters Zachariasund seiner Gattin nennt, und wo jetzt das Dorf St. Jo-^hannes der Täufer liegt. Einige meinen, daß hier frü-her die Stadt Ain, eine Priesterstadt (Jos. 21, 16) aufdem Gebirge Juda in dem Gebiete des Stammes Simeon,gelegen habe; jedoch wird diese auf den Karten gewöhnlichweit südlicher, über sieben Stunden von Jerusalem angegeben,da hingegen das Dorf St. Johannes der Täufer, nach demBerichte der Reisenden, ohngefähr nur zwei Stunden von derHauptstadt entfernt ist. Dieses Dorf liegt in einer mit Oel-bäumen bepflanzten Gegend, am Fuße eines Berges, von wel-chem man ein liebliches Thal überschaut. Die Kaiserin Helena,die Mutter Konstantin des Großen, welche das gelobte Landdurchreiste, erbaute da, wo die Wohnung des Zacharias ge-standen haben soll, eine Kirche; auch findet man unter denTrümmern des alten Ortes noch eine Kirche von mittelmäßi-ger Größe und der Gestalt eines Kreuzes mit einer Kuppel.Dabei haben die Franziskaner ein Kloster erbaut, das ziem-lich hübsch ist.
Nicht weit, ohngefähr 200 Schritte von dem Dorfe sollZacharias ein Landhaus besessen haben, in welchem er wah-rend der schönern Jahreszeit seinen Aufenthalt genommen undin welchem sich Elisabeth die ersten fünf Monate ihrer Schwan-gerschaft hindurch verborgen gehalten habe (Luk. 1, 25.).Hier, glaubt man, habe Maria ihre Freundin aufgesucht undmit ihr sich aufgehalten, so lange sie derselben ihre Gegen-wart schenkte. Die Stelle, wo dieses Landhaus gestandenhaben sott, befindet sich in einem angenehmen, fruchtbarenThale, welches jetzt die Gärten von dem Dorfe St. Johan-nes des Täufers einschließt; aber es sind nur noch einige Trüm-mer von der Kirche vorhanden, die an jener Stelle erbautworden war und welche die Kirche der Heimsuchung hieß.
Drei- bis vierhundert Schritte von der Kirche der Heim-