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Reisen der Eltern Jesu.
gern unter ihnen weilte und seinen Aufenthalt in Judäa stetsabkürzte.
Die Stadt, in welcher Zacharias und Elisabeth wohn-ten, wird nicht namentlich angeführt. Wäre es Jerusalemgewesen, so würde dieses wohl genannt worden seyn, auchlag Jerusalem nicht in dem Judäischen Gebirge. Die-ses begann unterhalb Jerusalems, stand aber mit dem GebirgeEphraim in Verbindung und zog sich auf der einen Seitenach dem todten Meere zu und auf der andern in das Ge-biet des Stammes Simeon. Nur in der Nahe des todtenMeeres bestand es aus nackten Felsen; in seinen übrigen Thei-len gewährte es einen sehr angenehmen Anblick; denn dieBerge und Anhöhen waren von dem Fuße bis zum Gipfelterrassenförmig angebaut; es enthielt viele Städte, auch vieleHöhlen und war sehr bevölkert. Die Jsraeliten hatten mitgroßer Mühe die Felsen in Terrassen umgestaltet und Erdeaus den Thälern auf sie hinausgeschafft, um wüste Bergefruchtbar zu machen, die nöthigen Lebensmittcl daselbst zu er-bauen und so für die starke Bevölkerung zu sorgen. Nochjetzt sieht man die Spuren von jenen Terrassen und muß denFleiß bewundern, mit welchem Menschen die Berge zu frucht-baren Feldern umgestalteten, ohne dabei den Anbau der Thä-ler zu vernachlässigen, die ihnen nicht hinlänglichen Lebensun-terhalt gewährten. In dem Gebirge Juda war es auch, woDavid hin und her zog, um sich vor Saulö Nachstellungenzu sichern, wobei ihm die daselbst befindlichen Höhlen treff-liche Dienste leisteten.
Drei Städte in diesem Gebirge sind es, in deren Hin-sicht man noch nicht recht einig ist, welche von ihnen der Ortwar, wo Zacharias und Elisabeth wohnten, und wohin alsoauch Maria sich begab. Da Lukas erzählt (1, 29.), Mariasey auf das Gebirge in die Stadt Juda gegangen, so nimmtman an, er habe damit die Stadt Jutta gemeint, welchein dem Judäischen Gebirge lag (Jos. 15, 55.) und eine Prie-sterstadt war (Jos. 21, 16.). Sie war nicht weit von Hebronsüdöstlich nach dem todten Meere zu in der Nähe des dortbefindlichen Berges Karmcl. Diese Stadt scheint aber in denersten Zeiten der christlichen Kirche nicht als der Aufenthalts-