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Zweites Buch.
wanderte dann am linken Ufer des Flusses , bis in die Gegendvon Jericho hinab, ging hier wieder über den Jordan undnun durch Jericho nach Jerusalem. Diesen Weg schlugen die lJuden gewöhnlich ein, wenn sie aus Galiläa zu den Festen ^nach Jerusalem wanderten, er war aber etwas weiter als ^der erstere. Ein dritter, aber noch weiterer Weg, ging aus lGaliläa nach Dor an der Küste des mittelländischen Meeres,von da über Cäsarea, Antipatris, Diospolis oder Lydda durchden südlichen Theil des Gebirges Ephraim nach Jerusalem.Dieser Weg wurde jedoch am seltensten gewählt.
Welchen von diesen Wegen Maria einschlug, wissen wirnicht; auch wird uns nicht gemeldet,.ob sie die Reise alleinunternahm, oder Jemand zur Begleitung bei sich hatte. Siehatte Eile, und langte daher wohl ohne sich irgend wo auf-zuhalten, in Judäa an. Diese Provinz war die südlichstevon Palästina dicsseit des Jordans, und in Verbindung mitJdumäa größer als Galiläa und Samaria zusammengenom-men. Sie erstreckte sich gegen 20 deutsche Meilen in dieLänge und hatte gegen 11 Meilen in der Breite. Sie be-fand aus zwei Haupttheilen, aus dem eigentlichen Judäaund aus Jdumäa, das unterhalb Hebron seinen Anfang nahm.Uebrigens war sie in mehrere kleinere Bezirke eingetheilt, dienach den in ihnen liegenden vorzüglichen Städten benanntwurden, oder von andern Verhältnissen ihre Namen hatten.Sie war sehr gebirgig; denn in dem obern Theile befand sichdas Gebirge E.phraim, und in dem untern breitete sichdas Gebirge Juder aus. Daher war sie auch nicht sofruchtbar als Galiläa; doch fehlte es nicht an Gegenden inihr, die an Fruchtbarkeit jener Provinz nicht nachstanden, be-sonders da die Einwohner großen Fleiß auf den Ackerbauwendeten. Vorzüglich zeichnete sich in ihr durch Fruchtbarkeitdie Ebene Saron aus. Ihren Namen Judäa führte dieseProvinz von dem Stamme Juda, dessen Gebiet einen großenTheil derselben ausmachte. Auch betrachteten sich die in ihrwohnenden Juden als die ächten Nachkommen Abrahams undals reine Juden, was .sie den Galiläern und Samarita-nern nicht zugestanden. Dadurch geschah es aber auch, daßein unleidlicher Stolz sie beherrschte, weshalb Jesus nicht