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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
Entstehung
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Einleitung.

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13. Mark. 9, 33.), einem freundlichen Städtchen am SeeGencsareth, in dessen Nähe die meisten Jünger Jesu ihreHeimach hatten, in welchem Petrus wahrscheinlich ein eig-nes Haus besaß (Match. 17, 24- 25.) und wo Jesus über-haupt mehrere Freunde sich erworben hatte. Von hier auswanderte er in die verschiedenen Gegenden seines Landes, undhierher zog er sich öfter zurück, um sich von seinen vielfachenAnstrengungen zu erholen.

Es ist schon angedeutet worden, daß Jesus bei seinenReisen nicht den Zweck hatte, welcher gewöhnlich die Men-schen antreibt, ihre Heimath zu verlassen und entferntere Ge-genden und Lander aufzusuchen; denn er reiste nicht um Han-delsgeschäfte zu treiben und Handelsverbindungen anzuknüpfen;nicht um fremde Gegenden zu sehn und die verschiedenen Sit-ten und Gebräuche der Menschen kennen zu lernen; auch nichtum sich zu zerstreuen und zu vergnügen; sondern er wanderteumher, um sich selbst seinem Volke näher bekannt zu machenund in den Herzen seiner Mitbürger Vertrauen gegen sich zuerwecken. Sein Auftrag ging ja dahin und sein Beruf wares, das Gottesreich, ein Reich der Wahrheit, der Tugendund Glückseligkeit zu gründen; daher mußte er es sich ange-legen seyn lassen, die Menschen zu belehren, Kenntniß vonihren wichtigsten Angelegenheiten ihnen mitzutheilen und siezur Heiligung ihrer Gesinnung und ihres Wandels zu ermäh-nen und zu führen. Nicht Einzelne allein wollte er zu Bür-gern des Gottesreichs bilden; sondern auf Viele wollte er ein-wirken und vorerst seinem ganzen Volke das Heil, das nahewar, bekannt machen. Daher konnte er nicht an einemOrte allein seinen Aufenthalt nehmen, und deshalb wählte erdie Lebensweise eines jüdischen Landrabbinen und wanderte vonOrt zu Ort: lehrte bald zu Jerusalem in den Vorhallen desTempels, bald in andern Städten in den daselbst befindlichenSynagogen, am meisten aber in der freien Natur, in diesemgroßen und herrlichen Tempel Gottes, wo des SchöpfersMacht, Weisheit und Güte in seinen Werken auf das deut-lichste sich kund gibt und des aufmerksamen Beschauers Herzauf das stärkste ergreift und aus das innigste rührt. Hiersprach er bald von der Höhe eines Hügels, bald aus einem