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Die Reisen Jesu oder Beschreibung u. Schilderung des jüdischen Landes u. seiner Bewohner : mit 12 Kupfern u. 1 Kt.
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Erstes Buch.

neu Glieder derselben auf eine Höhere Stufe der geistigen Bil-dung erhoben und Gott selbst und ihrem wahren Heile nähergeführt wurden. Darum nennen wir ihn auch mit Rechtunsern Erlöser und unsern Seligmacher, weil wirihm Alles verdanken, was unsre Seelen in Wahrheit seligmachen kann; und um so mehr muß er nun für uns ein Ge-genstand hoher Verehrung seyn, und um so beachtungswcrthcrmuß uns auch Alles werden, was mit ihm in näherer Be-ziehung steht und was uns sein Leben und Wirken Heller auf-klären kann.

Sein Leben war nicht ein ruhiges, eingezogenes, wiedas der meisten Menschen, die in ihrer stillen. Behausungund in deren nächster Umgebung ihre Berufsgeschäfte voll-bringen; sondern als Gesandter Gottes zu den Menschen mußteer diese aufsuchen, wo sie zu finden waren. Daher-sehn wirihn fast beständig umherwandern und kleinere, oder auch größereReisen unternehmen. Schon in seiner frühesten Jugend findenwir ihn mit seinen Eltern auf Reise», welche die Verhältnissenöthig machten. Ob er von seinem zwölften bis zu seinemdreißigsten Jahre nur in stiller Zurückgczogenhcit gelebt habe,darüber wird uns Nichts berichtet; doch läßt sich vermuthen,daß er nicht unterließ, die hohen Feste der Juden mit seinenGlaubensgenossen nach der Vorschrift des Gesetzes zu Jerusa-lem zu feiern, und also von Nazareth aus, wo er jedenfallsmit seinen Eltern lebte, zuweilen nach der-Hauptstadt zu rei-sen. Nachdem er aber öffentlich als Lehrer unter dem Volkeaufgetreten war, konnte er mit voller Wahrheit von sich sa-gen (Matth. 8, 20.):des Menschen Sohn hat nicht, da ersein Haupt hinlege"; weil er, so lange er als Lehrer wirkte,fast ununterbrochen umherwanderte und keinen festen Aufent-haltsort hatte, wo er bleibend wohnte. Denn obschon Naza-rcth, eigentlich als seine Hcimath angeschn werden muß, soweilte er doch während seiner ganzen Lehrcrzeit nur wenigdaselbst, weil man ihm dort nicht auf das freundlichste begeg-net war (Luk. 4, 28. 29); weshalb er auch sagte (Matth.13, 67. Luk. 4, 24. Joh. 4, 44.):Ein Prophet gilt nir-gend weniger, denn in seinem Vaterlande und in seinemHause." Mehr hielt er sich in Kapernaum auf (Matth. 4,

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