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Zweck und Einrichtung der Lebensversicherungsanstalten
Entstehung
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Bevor mehrgedachter Gegner einen seiner Hauptangriffeunternimmt, rügt er die Art der Anwendung der Mortalitäts-tabellen zur Berechnung der Prämien, als wodurch diese zuhoch ausfielen, indem nur diejenigen zur Versicherung zuge-lassen würden, welche eine gute Constitution hätten, und wobeifolglich die Mortalität nicht mit den allgemeinen Gesetzen desAbsterbens der Mortalitätstabellen übereinstimmen könne.

Wenn die Mortalitätstabellen frei von allen Fehlern wären,von welchen sie wegen Mangel richtiger Daten mehr oderweniger unzertrennlich sind, so wäre jene Nichtübereinstim-mung nicht zu bezweifeln, weil aber unsere Mortalitätstabellenaus dem angeführten Grunde keineswegs als ganz zuverlässigbetrachtet werden können, sodann auch, weil die äußern Zei-chen der Gesundheit oft trüglich sind, besonders weil diejenigen,welche im Besitze einer großen physischen Kraft find, öftersversucht werden dürften, derselben mehr zuzumuthen als siezu vertragen im Stande ist, und so auf die Erschöpfung ihrerKraft hinarbeiten, so mag wohl der Unterschied zwischen derallgemeinen Mortalität und derjenigen der Versicherten keines-wegs so bedeutend seyn, daß die nach den allgemeinen Gesetzender Mortalität berechneten Prämien unverhältnismäßig hochausfallen. Mit letzterm Argumente wird wenigstens der Ver-fasser der Ideen u. s. w. einverstanden seyn, da er, sich selbstin dieser Beziehung widersprechend, an einer andern Stellesagt:Wie Viele, von denen Jeder sicher erwartete, er werdenicht lange mehr leben, erreichten nicht das höhere und selbstdas höchste Alter. Das Gefühl minderer Kraft bewahrte sie

Bestimmungen würden hier zu weit führen; diejenigen Leser, welche hier-über Belehrung suchen, verweisen wir auf einen Aufsatz über das Rechnungs-wesen bei Lebensversicherungsanstalten in denAbhandlungen über diewichtigsten Gegenstände der Arithmetik für Kaufleute undRechnungsbeamte" von C. S. Unger (Erfurt 1829 ).